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13 (1851) Der Talisman
Entstehung
Seite
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Bethlehem, nach welcher der König David Verlangen trug,nur durch Aufwand von Blut zu erhalten war, gerade sowurde auch damals Wasser nur mit Blut erkauft.

Diesen Uebeln wurde in großem Maße begegnet durch denstandhaften Muth und die rastlose Thätigkeit von König Richard,der mit einigen seiner besten Ritter immer zu Pferde war,bereit, nach jedem Punkte -inzufliegen, wo Gefahr sich zeigte,so daß er nicht nur den Christen unerwartete Hülfe brachte,sondern oft auch den Ungläubigen den Sieg entriß, wenn siesich dessen am wenigsten versahen- Aber selbst der eiserneKörper des Löwenherz konnte ohne Schaden den Wechsel desungesunden Klimas, wozu sich noch unaufhörliche Anstrengun-gen von Leib und Seele gesellten, nicht ertragen. Er wurdevon einem jener schleichenden und verzehrenden asiatischen Fie-ber angefallen, und seiner großen Stärke und seinem nochgrößeren Muthe zum Trotz, ward er zuerst unfähig, zu Pferdezu steigen, und bald darauf konnte er selbst dem Kriegsrathenicht mehr beiwohnen, den die Kreuzritter von Zeit zu Zeithielten. Es war schwer zu sagen, ob dieser Umstand persön-licher Unthätigkeit dem englischen Monarchen ärgerlicher odererträglicher gemacht wurde durch einen Beschluß des Kriegs-rathes, mit Saladin einen dreißigtägigen Waffenstillstand zuhalten: denn war Richard einerseits über den Aufschub erbit-tert, welchen der Fortgang des großen Unternehmens erlitt,so ward er andrerseits durch die Vorstellung getröstet, daßdie anderen keine Lorbeeren erringen würden, während er un-thätig auf dem Krankenbette liege.

Das jedoch, was Löwenherz am wenigsten entschuldigenkonnte, war die allgemeine Unthätigkeit, die sich des Lagersder Kreuzfahrer bemächtigte, sobald seine Krankheit eine ernsteWendung nahm, und die Berichte, welche er von den zurück-