Augenblick unterbrach ihre laute und geschäftige Gegenwartden Strom von tiefen feierlichen Gefühlen, die seine Brusterfüllten, und er erfreute sich darum an dem Verschwindendieser unglücklichen Geschöpfe.
Einige Minuten nach ihrem Weggang öffnete sich langsamdie Thüre, durch welche der Ritter eingetreten war, und, dasie halb offen blieb, ließ sie ein schwaches Licht entdecken, dasvon einer auf der Schwelle stehenden Laterne herrührte. Ihrzweifelhaftes und schwankendes Licht ließ eine am Eingängeaußerhalb der Kapelle niedergestreckte dunkle Gestalt bemerken,in welcher der Ritter, als er näher hinzugetreten war, denEinsiedler erkannte, der sich noch in der nämlichen demüthigenHaltung wie vorhin befand, und der ohne Zweifel währendder ganzen Zeit, die sein Gast in der Kapelle zubrachte, dieseLage beibehalten hatte.
„Alles ist vorüber," sagte der Einsiedler, die Schritte des sichnähernden Ritters hörend — „und der verworfenste der Erden-fünder muß diesen Ort verlassen in Gesellschaft dessen, derunter allen Menschenkindern des größten Vorzugs und Glückestheilhaftig geworden ist. Nimm das Licht, und führe mich dieTreppe hinunter: denn ich mag meine Augen nicht enthüllen,bis ich die geweihte Stätte weit hinter mir habe."
Der schottische Ritter gehorchte stillschweigend: denn seinefeierliche und entzückte Stimmung machte selbst die ungestümeRegung der Neugier verstummen. Mit ausgezeichneter Pünkt-lichkeit nahm er seinen Weg durch die verschiedenen Gängeund über die Stiegen, die sie beim Aufweg betreten hatten,und endlich kamen Beide in der äußeren Zelle der Grotte desEinsiedlers an.
„Der verurtheilte Verbrecher ist in sein Gefängniß zurück-gebracht, von einem elenden Tag zum anderen aufgespart, bis