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13 (1851) Der Talisman
Entstehung
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hofft kommt, das Feuer weiter an, das die Einbildungskraftangefacht hat. Aber er unterdrückte seine Bewegung, indemer bedachte, wie leicht ein so geringfügiges Ercigniß rein zu-fällig stattgcfunden haben könne, und daß nur die stummeEinförmigkeit der vorüberzichenden Gestalten diesen Zufallein wenig beachtcnswerth gemacht habe.

Während die Prozession zum dritten Male im Umgang dieKapelle durchkreiste, folgte Kennet- mit Gedanken und Blickenausschließlich der einen unter den Novizen, welche die Rosen-knospe hatte fallen lassen. Ihr Gang, ihr Ansehen, ihr Wuchsunterschied sie so wenig von den übrigen Chorsängerinnen,daß es unmöglich war, das kleinste Merkmal von Persönlich-keit aufzufinden, und doch pochte Kenncth's Herz, wie daseines Vogels, der aus seinem Käfig fliegen möchte, gleich alswollte es ihm durch sympathetische Winke die Versicherunggeben, daß das weibliche Wesen, das mit den Novizen imzweiten Rang und in rechter Linie cinherzog, ihm theurersei, nicht nur als alle die übrigen Anwesenden, sondern alsdas ganze weibliche Geschlecht. Die romantische Leidenschaftder Liebe, wie fie durch das Ritterwesen gepflegt und wirk-lich ausgcbildet wurde, vertrug sich gut mit dem nicht weni-ger romantischen Gefühl der Andacht; und beide mochten inihrer Wechselwirkung eher einen günstigen, als einen wider-strebenden Einfluß haben. ES war darum mit einer glühen-den Erwartung, die gewissermaßen einen religiösen Charakterhatte, daß Sir Kennith, dem die Empfindsamkeit vom Her-zen bis in die Fingerspitzen bebte, ein zweites Zeichen vonder Verbindung mit einer Person erwartete, die, er bildete siches fast ein, ihm bereits das erste gegeben. Obschon der Zeit-raum, den die Prozession zu einem dritten Umgang in derKapelle bedurfte, nur kurz warer schien dem Ritter eine