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bemerkt werden konnte, an der andern Seite des Gewölbesfich öffnete, und dem Chorgesang größeren Raum bot, sichnach dem gerippten Bogen der Decke zu erheben.
Mit athemloser Beklommenheit heftete der Ritter seinAuge nach der offenen Thüre, und immer auf den Knieen, ineiner dem Ort und der Umgebung gemäßen andächtigen Hal-tung, erwartete er den Verlauf dieser Anstalten. Eine Pro-zession schien sich durch die Thüre zu nahen. Vier schöne Kna-ben, deren Arme, Nacken und Beine bloß waren, und derenbraune, morgenländische Farbe von den schneeweißen Leib-röcken, welche sie trugen, abstach, traten paarweise zuerst indie Kapelle herein. Das erste Paar trug Rauchfässer, welchesie herüber und hinüber schwangen, doppelten Wohlgeruch zuden Düften spendend, von denen die Kapelle bereits angefülltwar. Das andere Paar streute Blumen.
Auf diese folgten in geziemender, majestätischer Ordnungdie Frauen, welche den Chor bildeten; sechs schienen, wie dieschwarzen Scapuliere und die schwarzen Schleier über derweißen Kleidung zeigten, cingekleidete Nonnen vom Ordendes Berges Karmel zu sein; und sechs andere mit weißenSchleiern gaben fich als Novizen oder als vorübergehendeBewohner des Klosters zu erkennen, die noch durch kein Ge-lübde an dasselbe gebunden wurden. Die vorderen hieltenlange Rosenkränze in den Händen, während die jugendlicherenund leichteren Gestalten, welche folgten, jede ein Paternostervon rothen und weißen Rosen trug. Sie bewegten sich inProzession in der ganzen Kapelle herum, ohne, so schien es,im Geringsten auf Kennet- zu achten, obwohl sie an demsel-ben so nahe vorbeikamen, daß ihre Gewänder ihn fast be-rührten; als sie zu singen fortfuhren, zweifelte der Ritternicht mehr, daß er sich in einem Kloster befände, wo, wie es