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13 (1851) Der Talisman
Entstehung
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Schnappen durch den Raum widerhallte/ und nur noch alsein Theil des Felsen, aus dem die Grotte gehauen war, er-schien, so daß Kennet- mit Mühe die Stelle bezeichnen konnte,wo sich die Oeffnung befunden hatte. Er war nun allein inder lichten Kapelle, welche die Reliquie, der er vorhin erst seineAndacht bezeigt hatte, enthielt, ohne alle anderen Waffen alsseinen Dolch, und ohne andere Gefährten als seine frommenGedanken und seinen unerschrockenen Muth.

Ungewiß, was nun kommen würde, aber entschlossen, denLauf der Ereignisse abzuwarten, durchschritt Sir Kenncth dieeinsame Kapelle bis um die Zeit des ersten Hahncngeschreis.Um diese stille Stunde, wo Nacht und Morgen Zusammentref-fen, hörte er, aber von welcher Seite konnte er nicht ent-decken, das Klingen einer kleinen silbernen Schelle, die manbei Erhebung der Hostie in der Ceremonie oder, wie man auchsagte, dem Opfer der Messe zu schwingen pflegte. Die Zeitund der Ort machten diesen Klang feierlich-furchtbar, und derRitter, obwohl kühn, zog sich nach dem anderen Ende derKapelle, dem Altar gegenüber, zurück, um ungestört die Fol-gen dieses unerwarteten Zeichens beobachten zu können-

Es währte nicht lange, als der seidene Vorhang abermalsweggezogen wurde, und die heilige Reliquie wiederum seinemBlicke sich zeigte. Als er ehrfurchtsvoll auf die Kniee gesunkenwar, hörte er die Töne des Lobgesanges, womit in der ka-tholischen Kirche der Frühgottesdienst beginnt, von weiblichenStimmen gesungen, die sich wie vorhin in einen Chor zurAusführung des Gesanges vereinigten. Der Ritter bemerktebald, daß die Töne sich nicht mehr immer aus derselben Ent-fernung vernehmen ließen, sondern daß sie sich der Kapellenäherten und lauter würden, als auf einmal eine Thüre,welche wie die, durch die er hereingekommen, verschlossen nicht

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