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Stimmen das Kloria?atri. In dem Augenblick, wo der Ge-sang aufhörte, schloß sich der Schrein, der Vorhang ward vor-gezogcn, und der Ritter, der vor dem Altar kniete, konntenun ungestört seine Andacht sortsctzen zur Ehre der heiligenReliquie, die so eben seinem Blicke enthüllt worden war. Erthat dies mit dem tiefgefühlten Eindruck Eines, der mit eige-nen Augen ein ehrwürdiges Zeugniß für die Wahrheit seinesGlaubens gesehen, und es verging einige Zeit, ehe er, seinGebet geendigt habend, aufstund und sich nach dem Einsiedlerumsah, der ihn zu diesem heiligen und gcheimnißvollen Ortgeführt hatte. Er erblickte ihn, wie er, den Kopf immer mitdem Schleier, den er ihm selbst umgebunden, verhüllt habend,gleich einem ausgescholtenen Hunde auf der Schwelle der Kapellelag, und es war augenscheinlich, daß er es nicht wagte, die-selbe zu überschreiten; die heiligste Scheu, die bußfertigsteZerknirschung drückte sich in dieser Haltung aus, welche dieeines Mannes zu sein schien, der niedergebeugt und zu Bo-den geworfen wird von der Last seines inneren Gefühls. Esschien dem Schotten, daß nur das aufrichtigste Gefühl vonBuße, Zerknirschung und Demüthtgung im Stande gewesensei, eine solche Krastgestalt und einen solchen Feuergeist insolchem Maße niederzudrücken.
Er nahte sich ihm, um mit ihm zu sprechen, aber der Ein-siedler kam ihm zuvor, indem er in dumpfen Tönen, die wiedie Stimme klangen, die hinter einem Leichentuche hervor-kommt, hinter der sein Haupt umhüllenden Vermummung her-vormurmelte: „Bleibe, bleibe — Heil dir, daß du bleibendarfst — die Erscheinung ist noch nicht geendet." So spre-chend richtete er sich vom Boden auf, zog sich von der Schwelle,wo er bisher ausgestreckt gelegen, zurück, und schloß die Thüre derKapelle, die, mit einem inneren Federriegel versehen war, dessen