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Endlich hielten sie in einem engen Gewölbe von unregelmäßigerForm, in dessen einer Ecke die Treppe aufhörte, während ineinem anderen Winkel eine zweite Treppe als Fortsetzung desAuswegs sich zeigte. In einem dritten Winkel war eine go-thische Thürc, die mit der gewöhnlichen Umgebung von Säu-len und Schnitzwerk sehr grob verziert, und von einem starkmit Eisen und großen Nägeln beschlagenen Pförtchen verthei-digt war. Nach diesem wandte der Einsiedler seine Schritte,die, als er sich demselben näherte, zu wanken schienen.
„Zieh' deine Schuhe aus," sagte er zu seinem Begleiter,„der Boden, auf dem du stehest, ist heilig. Verbanne aus dei-nem innersten Herzen jeden weltlichen und fleischlichen Gedanken:denn solche an diesem Orte zu hegen, wäre eine Todsünde."
Der Ritter legte seine Schuhe weg, wie ihm befohlen war,und der Einsiedler stund unterdessen, als unterhielt er sich imGeiste mit stillem Gebet, und als er sich wieder zu regen be-gonnen hatte, befahl er dem Ritter, dreimal an das Pförtchenzu klopfen. Dieser that also. Die Thüre öffnete sich vonselbst, wenigstens sah Sir Kenneth keinen Menschen, und seineSinne wurden zugleich von einem Strom des reinsten Lichtesund von einem starken und fast erstickenden Duft der köstlich-sten Wohlgerüche überfallen. Er trat zwei oder drei Schrittezurück, und es dauerte eine Minute, ehe er den blendenden,überwältigenden Eindruck des plötzlichen Uebergangs ausDunkelheit zum Lichte ertragen konnte.
Als er in den Raum hineingetreten war, in welchem sichdies glanzvolle Licht verbreitete, bemerkte er, daß dasselbe voneiner Menge silberner Lampen herkäme, die, mit dem reinstenund wohlriechendsten Oel angefüllt, an silbernen Ketten von derDecke einer kleinen gothischen Kapelle hingen, die, wie der größteTheil der seltsamen Wohnung des Einsiedlers, aus dem starken