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13 (1851) Der Talisman
Entstehung
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Steh' auf," fuhr er fort,häng' deinen Mantel umsprich nicht, tritt leise auf, und folge mir."

Sir Kenneth stund auf, und nahm sein Schwert.

Du hast es nicht nöthig," flüsterte ihm der Einsiedler zu,wir gehen an einen Ort, wo geistige Waffen viel vermögen,fleischliche aber wie Rohr sind und wie der verwelkte Kürbiß."

Der Ritter legte sein Schwert wieder am Bette nieder,und bloß mit seinem Dolche bewaffnet, von dem er sich indiesem gefährlichen Lande niemals trennte, schickte er sich an,seinem geheimnißvollen Wirthe zu folgen-

Der Einsiedler bewegte sich hierauf langsam vorwärts,und der Ritter folgte ihm in einiger Ungewißheit, ob nicht dievor ihm -erschleichende Gestalt des Wegweisers eigentlich nurdas Geschöpf eines unterbrochenen Traumes sei-

Ohne den heidnischen Emir aufzuwecken, der immer intiefem Schlafe begraben lag, erreichten sie das äußere Gemach-Vor dem Kreuz und Altar brannte fortwährend eine Lampe;ein Meßbuch war aufgcschlagen, und auf dem Boden lag eineBußgeißel von dünnen Stricken und Draht, die ganz frischeBlutspuren-an sich trug, ein sicheres Zeichen von der strengenBuße des Einsiedlers. Hier kniete Theodorich nieder, und machtedem Ritter bemerklich, neben ihm Platz zu nehmen auf denharten Kieseln, die absichtlich hierher gebracht worden waren,um die Haltung der andächtigen Ehrfurcht so unbequem alsmöglich zu machen; er las mehrere Gebete der katholischenKirche, und sang mit gedämpfter aber feierlicher Stimme dreiBußpsalmen. Die letzter» begleitete er mit Seufzern, Thrci-nen und krampfhaften Zuckungen, was das tiefe Gefühl be-urkundete, womit er die göttliche Dichtung hersagte. Derschottische Ritter nahm ungehcuchelten Antheil an diesen Hebun-gen der Andacht; in der nämlichen Zeit änderte sich die Mei-