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13 (1851) Der Talisman
Entstehung
Seite
74
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Alsbald trat der Einsiedler herein, und, indem er die Armeüber die Brust legte, sagte er, als er vor ihnen stund, mitfeierlicher Stimme:Gesegnet sei der Name dessen, der cSalso geordnet hat, daß die stille Nacht folge dem geräusch-vollen Tage, und daß der ruhige Schlaf die müden Gliedererfrische und die bekümmerte Seele befriedige!"

Beide Krieger antwortetenAmen!" und, als sie vom Tischeausgestanden waren, schickten sie sich an, sich zu ihren Lager-stätten zu begeben, die ihnen ihr Wirth durch ein Winken mitder Hand bezeichnet hatte, als derselbe, Beiden eine Verbeu-gung machend, sich wiederum aus dem Gemache zurückzog.

Der Ritter vom Leoparden legte hierauf seine schwere Rü-stung ab; sein saracenischer Gefährte half ihm freundlich, Gürtelund Spangen auflösen, bis er endlich in der engen Bekleidungvon Gemsenleder dastund, welche Ritter und Gewappnete unterihrer Rüstung zu tragen pflegten. Hatte der Saracen die Stärkeseines Gegners bewundert, als derselbe in Stahl gehüllt war;so war er jetzt nicht weniger erstaunt über das richtige Eben-maaß, das sich in dieser nervigen und wohlgebauten Gestalt aus-drückte. Der Ritter, nachdem er zur Erwiederung empfangenerHöflichkeit dem Saracenen behülflich gewesen war, seine Ober-kleider auszuziehen, damit er bequemer schlafen möge, konnteseinerseits nicht begreifen, wie eine so schmal und schmächtiggebaute Gestalt im Stande gewesen sei, so viel Kraft undNachdruck in dem stattgehabten Kampfe zu entfalten.

Jeder der beiden Krieger verrichtete sein Gebet, ehe sie sichauf ihr Lager hinstreckten. Der Muselmann wandte sich gegendie Kebla, den Punkt, nach welchem die Gebete aller Nachfolgerdes Propheten gerichtet werden, und murmelte sein heidnischesGebet, während der Christ, der verunreinigenden Nähe des Un-gläubigen sich entziehend, sein großes, mit einem Kreuzgriff