Folglich war es nur stillschweigend, daß Theodorich demSchotten vorschlug, auf einem der ärmlichen Stühle Platz zunehmen, während sich Schccrkvhf nach der Sitte seines Volksauf ein Strohpolster niedersetzte. Der Einsiedler erhob hieraufdie Hände, wie wenn er die seinen Gästen Vorgesetzten Erfri-schungen segnen wollte, und diese schickten sich an zu essen,indem sie ein so tiefes Stillschweigen wie jener beobachteten.Dem Saracenen war diese Ernsthaftigkeit natürlich, und derChrist ahmte die Schweigsamkeit desselben nach, während erseine Gedanken damit beschäftigte, über die Seltsamkeit seinerLage nachzudenken und über den Unterschied zwischen den aus-gelassenen, wüthendcn Bewegungen, dem lauten Geschrei unddem gewaltthätigen Verfahren, wodurch sich Theodorich beider ersten Begegnung zu erkennen gegeben hatte, und derernsthaften, feierlichen, würdevollen Beflissenheit, womit ernun die Pflichten der Gastlichkeit ausübte.
Als das Mahl geendet war, räumte der Einsiedler, derselbst noch keinen Bissen gegessen hatte, die Ueberbleibsel vomTische weg, und, indem er vor den Saracenen einen KrugScherbet setzte, bestimmte er dem Schotten eine Flasche Wein.
„Trinkt," sagte er, „meine Kinder," — es waren dieersten Worte, die er sprach, — „die Gaben Gottes sind da, daßman sich ihrer erfreue, wenn man dabei des Gebers gedenkt."
Als er so gesprochen hatte, zog er sich in die vordere Zellezurück, wahrscheinlich zur Verrichtung seiner Andacht, und ließseine Gäste in dem Hinteren Gemache beisammen, wo denn SirKenneth sich bestrebte, durch mancherlei Fragen von Scheerkohfzu erfahren, was dieser Emir in Hinsicht dieses Wirthcs wisse.Es war mehr als bloße Neugierde, was ihn vermochte, dieseErkundigungen einzuzichen- War cs schwer, das ausgelasseneBetragen des Einsiedlers bei seinem ersten Erscheinen mit seinem