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13 (1851) Der Talisman
Entstehung
Seite
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Aufgeregtheit mit der Reise zu wachsen schien, und als, jeweiter sie in den düsteren Schluchten des Gebirgs vordran-gen, die Unterhaltung desselben desto ausgelassener wurde,und, da sie endlich unbeantwortet blieb, zu einem desto lau-teren Singen anwuchs. Sir Kenneth verstand genug von denmorgenländischen Sprachen, um sich zu vergewissern, daß erLiebeslieder sang, in welchen die morgenländischen Dichter soschlüpfrig sind, und die darum desto weniger mit einer ernsten,frommen und der Wüste der Versuchung angemessenen Ge-dankensammlung übereinstimmten. In großem Widerspruchmit sich selbst sang der Saracen auch Lieder zum Lob desWeins, des flüssigen Rubins persischer Dichter, und seine Fröh-lichkeit wurde auf die Länge dem christlichen Ritter, dessen Ge-müth ganz anders gestimmt war, so unerträglich, daß, wärenicht das Versprechen guten Vernehmens geleistet worden, SirKenneth leicht Maßregeln würde ergriffen haben, den Ton desLiedes zu ändern. Es kam dem Kreuzfahrer vor, als hätteer an seiner Seite cineArt von einem munteren, schlüpfrigen,bösen Feind, der seine Seele zu berücken und sein ewiges Heilzu gefährden trachte durch Eingebung eiteler Gedanken anirdische Lust, und der auf diese Weise seine Andacht besudelezu einer Zeit, wo sein Christenglaube und sein Pilgergelübdeeine ernste und bußfertige Gemüthsverfaffung von ihm erheisch-ten. Er war demnach sehr beunruhigt, und wußte nicht, waser thun solle; endlich unterbrach er mit dem heftigen Tondes Mißfallens das Lied des berühmten Rudpiki, in welchemderselbe das Mal auf dem Busen seiner Geliebten allenReichthümern von Bokhara und Samarkand vorzieht.

Saracen," sagte der Kreuzfahrer ernsthaft,wie blind duauch sein magst und wie tief versunken in den Jrrthümern einesfalschen Gesetzes, du solltest dennoch wissen, daß es Orte gibt,