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13 (1851) Der Talisman
Entstehung
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morbecken, welches in der That sehr beschädigt war, aber inso fern das Auge erfreute, als cs bezeugte, daß dieser Platzschon vor Alters als eine Raststätte gegolten habe, daß die Handdes Menschen hier thätig gewesen sei, und daß man aufmerksamgewesen sei für menschliche Bequemlichkeit. Der müde, dur-stige Wanderer wurde ermuthigt, wenn er sah, daß Anderegleiche Beschwerden erduldet, auf dem gleichen Flecke sich er-holet, und von da ohne Zweifel den Weg zu einem fruchtba-reren Lande glücklich gefunden hatten. Der kaum sichtbareWasserstreif endlich, der dem Becken entfloß, diente, die we-nigen Bäume um die Quelle herum zu nähren, und da, wodas Wasser im Boden verschwand, wurde seine erfrischendeNähe durch einen sammetweichen Rasenteppich angekündigt.

An diesem ergötzlichen Orte machten die beiden KriegerHalt; jeder begann nach seiner Weise sein Roß von Sattel,Gebiß und Zaum zu befreien; sie ließen die Thiere aus demBecken trinken, che sie sich selbst an der Hauptquelle erfrisch-ten, die unter dem Gewölbe entsprang; darauf ließen sie dieRosse frei herumlaufen, versichert, daß Bedürfniß und Ge-wohnheit dieselben abhalten würden, sich von dem HellenWasser und dem frischen Grase zu verlausen.

Der Christ und der Saracene setzten sich darauf neben ein-ander auf den Rasen nieder, und jeder brachte den geringenMundvorrath hervor, den sie zu ihrer Erfrischung mit sichführten. Ehe sie jedoch, jeder für sich, ihr karges Mahl be-gannen, betrachtete einer den andern mit einer Neugier, wiesie der harte und zweifelhafte Kampf, in welchem sie erstkürzlich handgemein gewesen waren, nothwendiger Weise er-regen mußte. Ein jeder von ihnen war begierig, die Stärkeund die, gewissermaßen schon geachtete, Charakterbeschaffenheitseines so gewaltigen Gegners kennen zu lernen, und ein