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13 (1851) Der Talisman
Entstehung
Seite
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Ich bin weder ihres Landes noch ihrer Art," sagte derRitter,die sich, wie du richtig bemerkst, darin äußert, vonDingen zu schwatzen, die sie nicht zu unternehmen wagen, odernicht vollenden können. Aber insofern habe ich ihre Thorheitnachgeahmt, braver Saracene, daß, während ich dir von Din-gen sprach, die du nicht begreifen kannst, ich in den Verdachteines ächten Prahlers in deinen Augen gekommen bin, ob-gleich ich nur die reine Wahrheit berichtet habe; also, thuemir den Gefallen, und schlag' meine Rede in den Wind."

Sie waren nun an die Palmbaumgruppe gekommen undan die Quelle, die in ihrem Schatten hell und voll einherfloß.

Wir haben von einem Augenblicke des Friedens mitten imKriege gesprochen, und dieses schöne Plätzchen mitten in derdürren Wüste war der Betrachtung kaum weniger theuer. Eswar ein Bild, das vielleicht überall eine kleine Beachtungverdient hätte; aber als der alleinige Fleck in einem uner-meßlichen Umkreis, der den Genuß von Schatten und Quell-waffer versprach, Güter, die gering geachtet werden, wo siegemein sind, wurde die Quelle mit ihrer Umgebung ein klei-nes Paradies. Irgend eine edelmüthige oder milde Handhatte, ehe die schlimmen Tage für Palästina begannen, dieQuelle ummauert und überwölbt, um zu verhindern, daß sieweder von der Erde eingeschlürft, noch von dem Flugsandverschüttet würde, womit der leiseste Windstoß die Wüste be-deckte. Das Gewölbe war jetzt baufällig, zum Theil ringe-stürzt, aber es schirmte und bedeckte die Quelle noch genug,um die Sonne in großem Maße von dem Wasser abzuhalten,das, kaum berührt von einem einzelnen Strahl, währendAlles umher glühete, in sicherer Hut stand, gleich ergötzlichfür das Auge, wie für die Einbildung. Das unter dem Ge-wölbe wegfließende Wasser wurde aufgefaßt von einem Mar-