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und dies war das erste Wort, das sie seit dem Abschluß desWaffenstillstandes mit einander sprachen, — „dein starkes Pferdverdient deine Sorgfalt; aber was thust du in der Wüste miteinem Thier, das bei jedem Schritt über das Hufhaar ein-bricht, als wollte es jeden Fuß so tief wie den Dattelbaumin die Erde pflanzen."
„Du redest gescheid," sagte der christliche Ritter, mißver-gnügt über den Ton, mit welchem der Ungläubige sein Lieb-lingspferd beurtheilt hatte, — „gescheid, das heißt nach deinemVerstand und deiner Erfahrung. Ader mein gutes Roß hatmich sonst, in meinem Lande über einen See getragen, derso weit ist als der, den du hinter uns übersehen kannst, unddoch hat es kein Haar über seinem Hufe naß gemacht."
Der Saracene sah ihn an mit so viel Staunen, als seineLebensart ihm zu zeigen erlaubte, das sich allein in einemgeringen Versuch eines verächtlichen Lächelns ausdrückie, wel-ches der dichte Bart, der seine Oberlippe bedeckte, kaum be-merklich werden ließ. „Es ist wahr gesprochen," sagte er,sogleich seine ruhige Ernsthaftigkeit annehmend, — „horch'auf einen Franken und hör' eine Fabel."
„Es ist nicht fein von dir, Ungläubiger," versetzte derKreuzfahrer, „an dem Wort eines ächten Ritters zu zweifeln,und sprächest du nicht aus Unkenntniß und in keiner bösenAbsicht, so würde der Frieden zwischen uns enden, ehe er rechtangefangen hat. Glaubst du, daß ich dir Lügen erzähle, wennich dir sage, daß wir fünfhundert Reiter, alle vollkommen ge-rüstet, geritten sind — ja meilenweit geritten sind auf Wasser,das so fest war als Crpstall und zehnmal weniger spröde?"
„Was willst du mir erzählen ?" antwortete der Muselmann,„jener Landsee vor deinen Augen hat das Eigenthümliche, daß erdurch einen besonderen Fluch von Gott nichts in seinen Fluthen