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13 (1851) Der Talisman
Entstehung
Seite
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Sporn, und schickte sich an, den Fremdling anzugreifen mitdem kalten Selbstvertrauen eines Mannes, der aus so man-chen Kämpfen als Sieger davon gegangen war.

Der Saracene kam in dem hastigen Galopp eines arabi-schen Reiters heran; er lenkte sein Roß mehr mit den Gliedernund der Biegung des Leibes als mit den Zügeln, die schlaff inseiner linken Hand hingen; sonach war er nicht gehindert, einenleichten, runden, mit silbernen Schleifen verzierten Schild vonRhinocerosfell, den er am Arm trug, zu bewegen, und den erschwang, als gedächte er, dies schwache Rund dem Andrang derwestlichen Lanze entgegen zu setzen. Sein Speer war nicht ein-gelegt und gerichtet nach der Weise seines Gegners, sondern mitder rechten Hand in der Mitte gefaßt, und auf Armeslängeüber den Kops erhoben. Als der Reiter gegen seinen Feind invollem Lauf heransprengtc, schien er zu erwarten, daß der Rit-ter vom Leoparden sein Pferd in Galopp setzen würde, um ihnzu begegnen. Aber der christliche Ritter, wohl vertraut mit derKampfesart der Morgenländer, vermeinte nicht, sein gutes Roßdurch eine unnöthige Anstrengung zu erschöpfen; er machte imGegentheil ruhig Halt, versichert, daß, wenn der Feind zumwirklichen Angriff herankäme, seine eigene Schwere und die sei-nes stattlichen Streitroffes ihm von hinlänglichem Vortheile seinwürde, ohne daß er die Kraft einer schnellen Bewegung damitzu verbinden brauche. Der saracenische Reiter seiner SeitSmerkte und begriff vollkommen ein solchesErgebniß; darum,alser dem Christen auf zwei Speercslängen nahe gekommen war,schwenkte er seinen Hengst links mit unnachahmlicher Behendig-keit, und ritt zweimal um seinen Gegner herum, der, ohne sei-nen Platz zu verlassen, sich im Kreise drehte, und, indem erdem Feinde stets die Stirne bot, cs demselben unmöglich machte,ihn auf einer unbewachten Seite anzugreifen, so daß der Sara-