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13 (1851) Der Talisman
Entstehung
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Aber die Natur stellte ihre Forderungen von Erfrischungund Ruhe selbst an den eisernen Körper und an das ausdauerndeGemüth des Ritters vom schlafenden Leoparden; und um Mit-tag, als das tobte Meer zu seiner Rechten in einiger Entfernunglag, begrüßte er voll Freude den Anblick von zwei oder drei Palm-bäumen, die sich nahe bei der Quelle erhoben, die ihm als Ruhe-platz für den Mittag bezeichnet worden war. Auch sein treuesRoß, das sich vorwärts gearbeitet hatte mit der ausdauerndenGeduld seines Herrn, hob nun den Kopf, dehnte die Nüstern undbeschleunigte seinen Schritt, als röche es aus weiter Ferne dasfließende Wasser, das den Platz der Ruhe und Erfrischung be-zeichnete. Aber Arbeit und Gefahr sollten sich noch zuvor ein-stellen, ehe Roß und Reiter das Ziel ihrer Sehnsucht erreichten.

Als der Ritter, vom schlafenden Leoparden fortfuhr, seineAugen aufmerksam auf die noch entfernte Palmbaumgruppe zuheften, kam es ihm vor, als wenn sich Etwas zwischen denBäumen bewege. Die ferne Gestalt trennte sich von den Bäu-men, die zum Thcil ihre Bewegungen verborgen hatten, undkam dem Ritter mit einer Geschwindigkeit entgegen, die einenReitcrsmann erkennen ließ, dessen Turban, langer Speer undim Winde fliegender grüner Caftan ihn bei größerer Annäherungals einen saracenischen Reiter ankündigten. In der Wüste, sagtein morgenländisches Sprichwort, begegnet man keinem Freund.Dem Kreuzfahrer war cs gänzlich gleichgültig, ob der Un-gläubige, der sich ihm näherte, auf einem stattlichen Barber-pferd, wie von Adlerschwingen getragen, als Freund oderFeind käme vielleicht zog er wegen seines Gelübdes alsKreuzeskämpser das letztere vor. Er machte seine Lanze vomSattel frei, faßte sie mit der rechten Hand, setzte sie in denLanzenfchuh mit halb aufgestreckter Spitze, ergriff die Zügelmit der linken Hand, weckte seines Pferdes Muth mit dem