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13 (1851) Der Talisman
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die niedriger war als jene. Auf dem Tischtuchc bemerkte mangleichmäßig vertheilte Portionen Salz, aber weder Brod,noch Wein oder Wasser. Die Gesandten waren hierüber et-was befremdet, aber immer noch frei von Argwohn. Sieerwarteten stille, daß man das Mahl auftrüge, was beimKlang der Pfeifen, Trompeten und Tamburine geschah; undsie betrachteten mit Schrecken und Abscheu das unnatürlicheMahl, das der Küchenmeister und seine Diener auftrugen.Doch die Neugier iiberbot eine Zeit lang den Ekel und Ab-scheu, ja selbst die Furcht. Die Augen der Gesandten warenauf den König geheftet, der, ohne im Geringsten die Mienezu ändern, die Bissen so hastig verschlang, als sie ihm derRitter, der ihm vorschnitt, darreichen konnte.

Und einer stieß den andern an.

Und sprach: -Das ist der Satan,

Der unsre Lcule schlägt und frißt!"

Darauf wandte sich ihre Aufmerksamkeit unwillkürlich aufdie dampfenden Köpfe vor ihnen; ste suchten in den geschwol-lenen und verzerrten Zügen einen Freund oder nahen Ver-wandten zu erkennen, und das unselige Pergament, das jedeSchüssel begleitete, gab ihnen die traurige Versicherung, daßste stch nicht getäuscht hätten. Sic saßen mit starrem Schwei-gen da, in dem Schicksal ihrer Landsleute ihr eigenes er-blickend, während ihr grausamer Wirth mit Wuth im Blicke,aber mit Höflichkeit auf der Zunge ihrer spottete, indem ersie wiederholt cinlud, lustig zu sein. Endlich wurde der ersteAufsatz abgetragen, und Wildpret, Kraniche und andere Lecker-bissen nahmen in Begleitung der besten Weine seine Stelleein. Der König entschuldigte sich nun bei den Gesandten we-gen des ersten Aufsatzes, indem er erklärte, daß er ihren Ge-schmack nicht gekannt habe; zugleich gab er ihnen die Ver-sicherung, daß er ihren gesandtschaftlichen Charakter ehre, und