von der sie handelt, ist noch jetzt vorhanden, und steht sogarim Ansehen.
Sir Simon Lookhart von Lee und Cartland war ein wich-tiger Mann während der Regierung von Robert Bruce unddessen Sohne David. Er war einer der Führer jenes Hau-fens schottischer Ritter, die James, dem guten Lord Douglas,auf seinem Zuge nach dem heiligen Lande mit dem Herzendes Königs Robert Bruce begleiteten. Douglas, ungeduldig,mit den Saracenen anzubinden, bekriegte die, welche in Spa-nien waren, und ward daselbst getödtet. Lookhart zog nachdem heiligen Lande mit denjenigen schottischen Rittern, welchedem Schicksal ihres Anführers entgangen waren, und nahmeine Zeit lang an dem Krieg gegen die Saracenen Theil.
Die Ueberlieferung erzählt von ihm folgende Begebenheit:
Er machte in einer Schlacht einen Emir von großem Reich-thum und Ansehen zum Gefangenen. Die alte Mutter desGefangenen kam ins Christenlager, um ihren Sohn loszukau-fen. Lookhart bestimmte das Lösegeld, und die Matrone zogeinen großen, gestickten Beutel hervor, und schickte sich an, dasLösegeld darzuzählen wie eine Mutter, die kein Gold schonet,wenn es die Freiheit ihres Sohnes gilt. Bei diesem Geschäftfiel ein Kiesel, der in eine Münze (des griechischen Kaiser-reichs, wie Einige sagen) gefaßt war, aus dem Beutel, unddie Matrone griff mit solcher Hast darnach, um ihn wiederzu sich zu stecken, daß der Ritter eine hohe Vorstellung vonfeinem Werthe, in Vergleich zu Gold und Silber faßte. „Ichwerde mich nicht verstehen," sagte er, „deinem Sohne dieFreiheit zu geben, wenn ich nicht dies Amulet zu dem Löse-geld erhalte." Die Matrone ging dies nicht nur ein, son-dern sie erklärte auch dem Sir Thomas Lookhart, wie mansich dieses Talismans bediene, und wozu er angewandt wer-