es hier im Talisman geschieht: damals erschien er als ver-kleideter Ritter, jetzt tritt er offen als erobernder Monarchauf; so daß ich nicht zweifle, daß ein England so theurerName, wie der von König Richard I., mehr als einmal zurErgötzung dienen dürfe.
Ich hatte Zutritt zu allen Alterthümern — Geschichte oderFabel — welche diesen großen Helden betreffen, der der Stolzvon Europa und der Ritterschaft war, und mit dessen ge-fürchtetem Namen die Saracenen, wie einer ihrer Geschicht-schreiber meldet, ihre scheu gewordenen Pferde bedrohten.„Glaubst du," sprachen sie, „daß König Richard auf dem Wegist, daß du so scheu davon abweichst?" — Das merkwürdigsteStück der Geschichte König Richards ist ein alter Roman, ur-sprünglich aus dem Normannischen übersetzt, der anfänglich denSchein einer ritterlichen Geschichte hat, aber am Ende mitLen sonderbarsten und erstaunlichsten Fabeln angefüllt ist. Esgibt vielleicht keinen zweiten Roman in Reimen, wo merk-würdige und wahre Geschichte mit so viel geschmacklosen undausschweifenden Austritten vermischt ist. Wir führen in demAnhang zu dieser Einleitung eine Stelle dieses Romans an,wo Richard als ein Oger oder Cannibal erscheint.
Ein hauptsächlicher Gegenstand unserer Erzählung ist der,welcher ihr den Titel gegeben hat. Von allen Völkern, dieje gelebt haben, waren die Perser höchst merkwürdig wegenihres unerschütterlichen Glaubens an Amulete und dergleichenZaubermittcl, die, wie man sagt, unter dem Einfluß gewisserPlaneten bereitet, hohe Heilkräfte sowohl als andere glück-bringende Eigenschaften in sich cinschließen. Eine Geschichtedieser Art, die sich auf einen vornehmen Kreuzfahrer bezieht,wird oft im westlichen Schottland erzählt, und die Reliquie,