„ Was?" fragte Richard. „Tochter eines Herzogs, undIhr fürchtet Euch davor? Das muß ein wüstes Stück sein.", „Narr, cs ist eine Folterbank," erklärte Jan. „Wo seid
Ihr denn aufgewachsen, daß Ihr nie Etwas von der Tochterdes Herzogs von Exeter gehört habt? Uebrigens hätten alle^ Herzoge und Herzoginnen von England Nichts aus mir her-
ausgcbracht. Die Wahrheit kam auf eine andere Weise an denTag, und ich ward in Freiheit gesetzt. Ich lief nach Hanse,und hielt mich für einen der geschicktesten und glücklichstenBursche im Stadtviertel. Und sie — sie wollte mich mit Geld! bezahlen für all meinen treuen Dienst! Und sie sprach so süß
und zugleich so kalt, daß ich mich in das tiefste Verließ desTowers wünschte. Ich wollte, sie hätten mich zu todte ge-foltert, ehe ich gehört hätte, daß dieser Schotte mich bei mei-! nein Liebchen ausgestochen hat!"
^ „Aber seid Ihr denn gewiß, daß Ihr sie verloren habt?"
! fragte Richard. „Es klingt mir wunderlich, daß der Freiherr
von Glenvarloch die Tochter eines Handwerkers heirathen soll.Wiewohl ich gestehe, es kommen in London ««gefügte Heirathenzu Stande."
„Was wollt Ihr? Kaum war dieser Freiherr aus demTower heraus, so kommt er und Meister Heriot, um mit desKönigs und was weiß ich wessen Zustimmung um sie zu wer-ben, und reden von den herrlichen Aussichten auf Hofgunst fürden Freiherrn, denn er hat keinen Morgen Land."
^ „So!" sprach Richard. „Und was sagte der alte Uhr-
macher? War er nicht, wie es ihm wohl zukam, geneigt, vorI Freude aus der Haut zu fahren?"
i ' „Er multiplicirte sechs Ziffern mit einander, nannte das
! Product und gab dann sein Jawort."
„Und was thatet Ihr?"
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