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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
Seite
193
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solchen Artikeln nicht handle, weder als Käufer, noch als Ver-käufer. Wenn Ihr mir aber ehrlich die Ursache Eurer Nothsagen wollt, so will ich thun, was in meiner Macht steht, umEuch herauszuhelfen. Ich gebe keine großen Versprechungen,ehe ich die Sache kenne, gleichwie ein gelehrter Arzt nur dannseinen Rath gibt, wenn er die Anzeichen beobachtet hat."

Meine Angelegenheiten gehen keinen Menschen Etwasan," erwiderte der arme Junge, legte die Arme auf dem Tischeübereinander, und senkre den Kopf darauf mit der Abspannungdes überladenen Lama, welches sich in Verzweiflung nieder-wirft, um zu sterben.

Richard Moniplies, wie alle Leute, welche eine hohe Mei-nung von sich haben, spielte gar gern den Tröster, denn alssolcher stand er ja über dem zu Tröstenden. Ueberdem wares ein Anlaß, seine Gesprächigkeit zu entwickeln. Er hielt demarmen Büßer eine unbarmherzig lange Rede voll von den ge-wöhnlichen Redensarten über die Wandelbarkeit menschlicherDinge, über die Vortheile der Geduld im Leiden, über dieThorheit, das zu bejammern, was nicht zu ändern ist, überdie Nothwendigkeit in Zukunft vorsichtiger zu sein, nebst etlichensanften Vorwürfen über das Vergangene, welche er einfließenließ, um die Hartnäckigkeit des Patienten zu überwinden, gleich-wie Hannibal mit saurem Essig sich den Weg durch Felsenbahnte. Es wäre zu viel verlangt gewesen von der Natur,eine solche Wortfluth ruhig über sich ergehen zu lassen. JinBin, sei es, um das Eindringen derselben in seine Ohren zuhemmen, sei es, daß er Vertrauen faßte zu Richards Frennd-schaftsversicherungen (welche, wie Fielding sagt, die Unglück-lichen stets geneigt sind zu glauben), sei es endlich, daß erseinen Schmerz in Worten anslaffen wollte, genug, JinVin erhob sein Haupt mit den rothen, geschwollenen Augen und

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