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„Und Ihr," erwiderte der Ankömmling, „oder irgend Einervon Enren bettelhaften Landsleuten, seid die Letzten, die ichje sehen möchte. Ihr Schotten seid ewig freundlich und falsch;ein ehrlicher Mann kann auf keinen grünen Zweig kommen,so weit euer Auge reicht."
„Was unsere Armuth betrifft," versetzte Richard, „so stehtes damit, wie's Gott gefällt. Was aber unsere Falschheit be-trifft, so will ich Euch beweisen, daß ein Schotte ein so ehr-liches Herz gegen seinen Freund hat, wie nur je eins untereinem englischen Wamse schlug."
„Es liegt mir Nichts daran," erwiderte der Andere. „Laßtmich gehen! Was haltet Ihr mich am Mantel ? Laßt los, oderich werfe Euch in die Gosse!"
„Ich glaube, ich könnte Euch das vergeben," antworteteMoniplies, „weil Ihr mir einmal den Gefallen gcthan habt,mich aus der Gosse anfzuheben."
„So möchten denn meine Finger lahm werden, wenn iches gcthan hätte," entgegncte der Andere. „Ich wollte, Euerganzes Land läge nebst Euch darin, und verflucht sollte dieHand sein, die Euch aufheben hälfe! — Was sperrt Ihr mirden Weg?" fragte er grimmig.
„Weil es ein böser Weg ist, Meister Jan," antworteteRichard. — „Nein, Ihr braucht nicht zurnckzufahren; Ihrseht, ich kenne Euch. Wehe dem ehrlichen Manne, der so weitkommt, daß er bei Nennung seines Namens beben muß!"
Jan schlug sich mit der Faust vor die Stirn.
„Kommt," fuhr Richard fort; „dieser Grimm fuhrt zuNichts. Sagt mir, wohin Ihr geht."
„Zum Teufel!" antwortete Jin Viu.
„Das ist ein finsterer Weg, wenn Ihr es wörtlich meint,"bemerkte Richard. „Sprecht Ihr aber bildlich, so sage ich, es