„Wir müssen dem alten Brummtopf dos in lingusm geben,d. h. ihm das Maul stopfen, sonst verlästert er uns von Danbis Berseba. — Und nun, edle Herren, lasset Unser Begnadi-gungsschreiben für Lord Glenvarloch augenblicklich ausfertigenund ihn in Freiheit setzen. Und da seine Herrschaft schleifenzu gehen droht, wollen Wir erwägen, welche Gunst Wir ihmerweisen können. — Meine Herren, ich wünsche Euch gutenAppetit zu einem frühen Nachtmahl — denn Unsere Arbeitenhaben die Zeit desselben beschleunigt. — Kindlein Karl undSteenie, Ihr werdet bleiben bis zu Unserm Concher. GnädigerHerr Bischof, Ihr werdet verziehen, um Unsere Speise zu segnen.Gürge Heriot, ein Wort mit Euch allein."
Er zog den Bürger in eine Ecke, während diejenigen Räthe,welche nicht die Weisung erhalten hatten, zu bleiben, sich ver-beugten und weggingen. „Gürge," begann der König, währendseine Finger an den Nesteln und Bändern seiner Hosen hernm-arbeiteten, „mein guter, treuer Diener, Ihr seht, Wir habenaus freiem Antriebe Unseres Rechtsgefühles bewilligt, was jenerlangbeinige Bursche, Moniplics glaub' ich heißt er, mit einermächtigen Summe auf dem Wege der Bestechung erlangenwollte. Wir haben diese Summe zurückgewiesen als ein ge-krönter König, der weder Recht noch Gnade für Geld verkaufenwill. Nun was meint Ihr, müßte daraus folgen?"
„Des Herrn von Glenvarloch Freiheit und Wicdcrannahmezu Ew. Majestät Gnaden," antwortete der. Goldschmied.
„Das weiß ich!" sagte der König verdrießlich. „Ihr seidheute wie vernagelt. Ich meine, was der Kerl Moniplics da-zu denken wird?"
„Ganz gewiß, daß Ew. Majestät ein überaus guter undgnädiger Herrscher ist," antwortete Heriot.
„Wir müssen freilich gut und gnädig sein," fuhr der König