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Hände eines Menschen legen wollt, der sich jedes Ver-trauens unwürdig gezeigt hat."
Hermione fand mit Mühe Worte, um zu erwidern: „Ichverdanke Sr. Majestät Güte den Vorbehalt eines Theils mei-nes Vermögens zu meinem anständigen Unterhalte. Das Uebrigekann nicht besser verwendet werden, als zur Einlösung des gu-ten Rufes, dessen ich beraubt bin, und zur Erkaufung der Frei-heit, mein Leben in Frieden und Abgeschiedenheit zu beschließen."
„Der Vertrag," bemerkte der König, „ist unter Unferneignen Augen aufgesetzt worden. Die potestas maritslis *) istausdrücklich beseitigt, und cs ist ausgemacht, daß sie getrenntleben. Schnallt sie denn zusammen, gnädiger Herr Bischof,so schnell wie Ihr könnt, damit sie um so schneller wieder voneinander kommen."
Der Bischof schlug sein Buch auf und las die Bermäh-lungsformeln unter Umständen, die so ungewöhnlich und sowenig glückverheißend waren. Die Antworten der Braut wurdenblos durch Neigungen des Hauptes und des Körpers ausge-drückt, wogegen die des Bräutigams keck und deutlich gespro-chen wurden in einem Tone, der wie Leichtsinn, wenn nicht wieHohn klang. Nachdem die Feier vollendet war, trat LordDalgaruo vor, um die Neuvermählte zu begrüßen. Da er abersah, daß sie entsetzt zurückwich, begnügte er sich mit einer tie-fen Verbeugung gegen sie. Sodann richtete er sich stolz em-por und streckte in anmuthiger Weise die Glieder, als wolleer die Kraft derselben erproben. „Ich könnte noch Capriolenmachen," äußerte er, „obwohl ich in Banden bin. Aber sie sindvon Gold und tragen sich leicht. — Nun, ich sehe, alle Augenblicken kalt auf mich, und es ist Zeit, daß ich mich entferne.
Gewalt des Ehegatten.