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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
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gehorchend, der fortwährend rief:Setz' dich, Steenie! setz'dich, ich befehl' es dir! Wir wollen hier keine Thätlichkeitenhaben !"

Ew. Majestät braucht nicht für meine Geduld zu fürch-ten," sprach Lord Dalgarnv.Und um sie desto besser zu be-wahren, will ich in Eurer Gegenwart kein anderes Wort ans-sprechen, als diejenigen, welche mir anferlegt sind in demTheile des Gebetbuchs, welches beginnt mit:Vielgeliebte"und endigt mitEntsetzen."

Ihr seid ein verhärteter Bösewicht, Dalgarnv," erwiderteder König,und wär' ick, das Mädel, so wollt' ich lieber denSchimpf ertragen, Eure Beischläferin gewesen zu sein, alsEuer Weib werden. Doch sie soll unter Unserem besonderenSchutze stehe». Kommt, edle Herren. Wir wollen selberdiese feine Hochzeit sehen." Damit erhob er sich und gingnach der Thür, und die Uebrigen folgten. Lord Dalgarnvsprach z» Niemandem, und Niemand sprach z» ihm. SeinGang und seine Geberden waren so unbefangen, als ob erwirklich ein glücklicher Bräutigam wäre.

Durch einen geheimen Gang von de» königlichen Gemä-chern ans erreichte» sie die Kapelle. Der Bischof von Win-chester stand im Ornat neben dem Altar. Auf der andernSeite stand, gestützt auf Monna Paula, die bleiche, halb leb-lose Gestalt von Hermione oder Erminia Panletti. Lord Dal-garno machte ihr eine tiefe Verbeugung. Der Prinz bemerkte,mit welchem Entsetzen sie ihn betrachtete. Er ging ans sie zuund sagte ihr mit vieler Würde:Madame, bevor Ihr Euchunter die Gewalt dieses Mannes stellt, laßt mich Euch be-merken, daß er vollkommen Eure Ehre in Betreff Eures frü-heren Verhältnisses ins Klare gesetzt hat. Es ist nun an Euch,zu erwägen, ob Ihr Euer Vermögen und Euer Glück in die