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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
Seite
161
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Die Sonne scheint auch außerhalb Englands! Aber erst mußich fragen, wie die gnädige Frau Dalgarno untergebracht wird.Mich dünkt, es ziemte sich, daß ich es wußte. Wird sie inden Harem meines gnädigen Herrn, des Herzogs geschickt wer-den? Oder soll dieser ehrsame Bürger, wie zuvor"

Halt' dein schamloses Maul!" rief der Graf von Hnnt-inglen, welcher sich während der Feier im Hintergründe gehal-ten hatte. Er trat vor, faßte die junge Frau beim Arme undwandte sich gegen ihren unwürdigen Gemahl.Die Freifrauvon Dalgarno," sprach er,soll als Wittwe in meinem Hausebleiben. Als Wittwe betracht' ich sie, gleich als ob das Grabsich über ihrem entehrten Gemahle geschloffen hätte."

Lord Dalgarno schien einen Augenblick ganz verblüfft undbeschämt, und erwiderte in unterwürfigem Tone:Wenn Ihr,gnädiger Herr, mich todt wünschen könnt, so kann ich, obwohlEuer Erbe, das Cvmpliment nicht erwidern." Und schnell sichsammelnd, fügte er hinzu:Wenige Erstgeborne in Israelkönnen dies in Wahrheit sagen. Aber ich will Euch beweisen,bevor ich gehe, daß ich der ächte Abkömmling eines Hauses bin,das wegen seines guten Gedächtnisses bei Beleidigungen be-rühmt ist.«

Ich begreife nicht, wie Ew. Majestät ihn noch weiteranhören kann," bemerkte Karl von Wales.Mich dünkt, wirhätten genug von seiner Frechheit gehört.«

Allein Jakob, der wie eine Gevatterin auf diesen Auftrittgespannt war, konnte unmöglich dem Wortwechsel ein Endemachen, sondern legte seinem Sohne Stillschweigen auf mit denWorten:Still! Kindlein Karl. Das ist ein lieber Junge. Still!Ich muß doch hören, was der schamlose Lump sagen kann.«

Blos das," antwortete Dalgarno.Wäre nicht in die-sem Zettel eine gewisse Zeile, dann würde alles Uebrige mich

Nigels Schicksale. III. 11