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„Ich hätte kaum diese Dazwischcnkunft eines proxeneta(welchen das gemeine Volk Frciwerbce nennt) von so hohemRange erwarten dürfen," erwiderte Dalgarno, ein höhnischesLächeln kaum unterdrückend. „Und mein Vater hat seine Zu-stimmung gegeben? Ehe wir Schottland verließen, pflegte erzu sagen, das Blut von Huntinglen und von Glcnvarlochwürde sich nicht vermischen, würde es auch in dasselbe Beckengegossen. Vielleicht hat er Lust das Experiment zu machen."
„Edler Herr," sprach Jakob, „Wir wollen nicht längerPossen anhören. Wollt Ihr augenblicklich und sine mors *)diese Dame in Unserer Kapelle znm Weibe nehmen?"
„8lalim signe instanter" "*), antwortete Lord Dalgarno;„denn ich sehe ein, daß ich damit in den Stand gesetzt werde,dem Gemeinwesen große Dienste zu leisten. Ich komme da-durch zu Vermögen, um den Bedürfnissen Ew. Majestät ab-znhelfen, und zu einem schönen Weibe, welches Sr. Herzogli-chen Gnaden zu Diensten steht."
Der Herzog stand ans, ging an das Ende des Tisches, woLord Dalgarno stand, und flüsterte ihm in's Ohr: „Ihr habtmir seiner Zeit eine schöne Schwester zur Verfügung gestellt."
Dieser Vorwurf erschütterte Dalgarno's erzwungene Ruhe.Er fuhr zusammen, als hätte ihn eine Otter gestochen, ober-er sammelte sich sogleich wieder, warf auf den lächelnden Her-zog einen Blick unaussprechlichen Haffes und deutete mit demZeigefinger auf den Griff seines Degens, jedoch so, daß eskaum von Jemand, außer dem Herzog, bemerkt werden konnte.Der Herzog warf ihm einen zweiten hohnlächelnden Blick zu,und kehrte zu seinem Sitze zurück, dem Gebot des Königs
Ohne Verzug.
"*) Sogleich den Augenblick.