minst zu bringen. Ich habe Kindlein Karl und Sleenie beiihm gelassen, um ihm ins Gewissen zu reden. Wenn er ihrenZureden widerstehen kann, dann mußte er mich erst lehren,wie ich mit ihm sprechen soll. O Gnrge, klingender Giirge,es war großartig, zu hören, wie Kindlein Karl die Verwerf-lichkeit der Heuchelei anseinanderschte, und wie Steenie einePredigt über die Schmach der Uncnthaltsamkeit hielt."
„Ich fürchte," bemerkte der Goldschmied unbcdkchtsam,„es hätte mir dabei das Sprichwort vom Satan einfalle»können, der die Sünde tadelt."
„Hol' mich der Teufel!" rief der König erröthend, „Ihrnehmt kein Blatt vor's Maul! Ich gebe Euch Erlanbniß, freizu reden, und, bei meiner Seele, Ihr laßt das Vorrecht nichtnon utenilo*) verloren gehen. Es wird keine negative Ver-jährung in Euren Händen erleiden. Meint Ihr, Kindlein Karlsolle seine Gedanken von aller Welt durchschauen lassen? Nein,nein! Der Fürsten Gedanken sind arcsns imperii. gni neseitäissimulnre neoctt rexnare »*). Jeglicher Unterthan ist schul-dig, dem Könige die ganze Wahrheit zu sagen; aber diese Ver-pflichtung ist keine wechselseitige. Und wenn Steenie seinerZeit zuweilen ein lockerer Geselle gewesen ist, kommt es Euchzu, ihm das vorzuwerfen, Euch, seinem Goldschmied, dem ereine unerschwingliche Summe schuldig ist?"
Heriot fühlte keinen Beruf, den Zeno zu spielen, und sichin Vertheidignng der Sache sittlicher Wahrheit selbst anfzu-opfern. Indessen ward er ihr nicht untreu durch Zurücknahmeseiner Worte, sondern er beschränkte sich darauf, sein Bedauern
'v Durch Nichtgebrauch.
Ncichsgcheininiffc. Wer sich nicht zu verstelle» weiß, verstehtnicht zu regieren.