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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
Seite
151
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faßte des Grafen Hände nnd schüttelte sie mit der Herzlichkeiteines Freundes.

compone lacrvmkm!" *) rief der König.Bernhigt Euch,Alter, beruhigt Euch. Der Rath und Kindlein Karl undSteenie mögen insgesammt zum Teufel gehen. Er soll sienicht heirathen, da es Euch so sehr zu Herzen geht."

Er soll sie heirathen, bei Gott!" eutgegnete der Graf,sich aufrichteud und mit Heftigkeit die Thränen aus den Au-gen wischend.Verzeihe Ew. Majestät, er soll sic heirathenmit ihrer Schande als Brantschatz, und wäre sie auch dieärgste Hure aus Spanien. Wenn er sein Wort gegeben hat,so muß er es halten, und wär' es auch gegen eine Gassen-läuferin. Er soll cs, oder mein eigner Dolch soll ihm dasLeben nehmen, das ich ihm gegeben habe- Wenn er sich zuso schändlichem Truge erniedrigen konnte, sei es auch gegenein ehrloses Wesen, so mag er ein ehrloses Wesen hei-rathcn."

Nein, nein," versicherte der König,so schlimm stehen dieSachen nicht. Steenie hat sie nie für eine Gaffenläuferinangesehen, selbst als er das Schlimmste von ihr dachte."

Wofern es meinen gnädigen Herrn von Hnntiuglen zutrösten vermag," bemerkte der Bürger,kann ich denselbenversichern, daß die Dame von guter Herkunft und von flecken-losem Rufe ist." '

Es thut mir leid," erwiderte Lord Huntingleu, sprachaber den begonnenen Sah nicht ans, sondern verbesserte sich:Gott verzeihe mir meinen Undank für einen solchen Trost;aber fast thut es mir leid, wenn sie so ist, wie Ihr sie schil-dert, so viel besser, als der Schurke sie verdient. Verurtheilt

") Laß die Thränen.