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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
Seite
131
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Nachbar! Nachbar!" sprach Lorenz, als die Suppe fort-getragen war,wenn du etwas gethan hast, was dich an dieBandweide oder an den Pcitschpfahl bringt, so ist dein eignerMuthwille schuld."

Ich will Niemand sonst darum tadeln," erwiderte Ri-chard und erwartete mit seiner unerschütterlichen Selbstzufrie-denheit den Ausgang der Sache, welcher nicht lange ansblieb.In wenigen Minuten erschien der Thürwart Maxwell in eig-ner Person in der Küche und fragte hastig, wer ein Schrei-ben auf des Königs Platte gelegt habe. Linklater betheuerte,daß er von Nichts wisse; Richard Moniplies aber trat kecklichvor und erklärte mit Nachdruck:Ich bin's."

So folge mir denn," sprach Maxwell, nachdem er ihnmit großen Angen angesehen hatte. Sie gingen eine Geheim-treppe hinauf, dergleichen am Hofe als ein näherer Weg zurMacht gilt, als die xrsncles enträes *). Nachdem sie an einemOrte angekommen, den Richard später als ein übel aufge-räumtes Vorzimmer bezeichnet,:, gab ihm der Thürwart einZeichen, stille zu stehen, und ging in des Königs Kabinet.Die Unterredung hier war kurz; Richard hörte, als Maxwelldie Thür wieder öffnete, den Schluß derselben:Du bist alsosicher, daß er nicht gefährlich ist? Ick habe mich ein Mal indie Falle locken lassen. Bleibe in der Nähe, daß du rufenhörst, jedoch nicht näher, als drei geometrische Schritte vonder Thüre. Wenn ich laut rede, so stürze herein, wie einFalk; spreche ich leise, so halte deine langen Ohren in ge-bührender Entfernung. Nun laß ihn herein kommen."

Auf ein stummes Zeichen von Maxwell trat Richard einund befand sich dem Könige gegenüber. Biele Andere von

*) Eintritt mit Oeffiumg beider Fltigelthiiren.