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bestimmt worden sei durch die dringenden Bitten ihrer jungenFreundin. Margarethe beabsichtigte natürlich Nigeln zu retten;wie dies aber mit der Bittschrift der Frau Hcrmione znsam-menhing, das wird sich erst später ergeben. Einstweilen kehrenwir nach dem Tower zurück, qim Zeugen des Besuches zu sein,mit dem Herr Mungo Malagrowther den betrübten jungenFreiherrn in seinem Gefängnisse erfreuen wollte.
Nach seinen gewöhnlichen Begrüßungen und nach einergroßes Bedauern ansdrückenden Vorrede setzte sich der Ritterneben dem Freiherrn nieder, verzog sein possirliches Gesicht zueiner Miene kläglicher Niedergeschlagenheit und begann folgen-des Rabenlied: „Ich preise Gott, edler Herr, daß ich Der-jenige gewesen bin, welcher das Vergnügen hatte, dem Lieute-nant hier Sr. Majestät milde Botschaft zu überbringen. Ew.Herrlichkeit ist kraft derselben von der wichtigeren Anschulhi-gung eines Anschlags auf Sr. Majestät geheiligte Person ent-bunden, und wenn Ihr nun annehmt, daß Euch blos für daSgeringere Vergehen, für den Bruch der Freiheit des Palastesund seines Umkreises, der Proceß gemacht wird usgue ml muti-lationem, d. i. bis zur Verstümmelung, so ist doch der Ver-lust eines Gliedes eine Kleinigkeit gegen das Schicksal, alsHvchverräther gehangen und lebendig aufgeschlitzt zu werden."
„Die Schande, eine solche Strafe verdient zu haben,würde mir empfindlicher sein, als der Schmerz, sie zu erlei-den," bemerkte Nigel.
„Ohne Zweifel, gnädiger Herr, sie verdient zu haben,muß eine Seelenqual für Euch sein, eine Art geistigen undmetaphysischen Hängens, Schlitzens und Viertyeilens, welchesgewissermaßen gleichsteht der äußerlichen Anwendung von Hanf,Feuer und dergleichen gegen den äußern Menschen."
„Ich sage, Herr Mungo," versetzte Nigel, „und bitte