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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
Seite
111
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Und ich," sprach Georg Heriot,wollte die gnädige Frongehorsamst ersuchen, mir einen Anzug von einer ihrer Mägdefür dies verrückte Mädchen zu leihen. Denn ich würde mei-nen guten Ruf einbüßcn, wenn ich mit ihr in dieser tollenVerkleidung den Towcrberg hinanfginge. Und doch sieht dasalberne Ding darin gar nicht so übel ans."

Ich will augenblicklich meine Kutsche für Euch anspannenlassen," erwiderte die Dame.

Gnädige Frau," sprach Heriot,wenn Ihr uns einesolche Höflichkeit erweisen wollt, nehme ich sic mit Freudenan; denn ich habe dringende Geschäfte und der Vormittag istschon ohne großen Nutzen verflossen."

Die Kutsche fuhr vor, nahm den ehrsamen Bürger undseine Schutzbefohlene auf und brachte sie nach seiner Wohnungin der Lombardstraße. Hier fand er, daß Frau Hermione ihnmit Ungeduld erwartete. Sie hatte eben Befehl erhalten, sichbereit zu machen, um binnen einer Stunde vor dem königlichengeheimen Rathe zu erscheinen, und diese Meldung hatte aufsic, bei ihrer Unknnde in Geschäften und bei ihrer langen Zu-rückgezogenheit von der Welt, einen so tiefen Eindruck gemacht,als wäre sie ganz unerwartet gekommen, und als wäre sie nichtdie nothwendige Folge der von Monna Paula überreichten Bitt-schrift. Georg Heriot tadelte sie sanft, daß sie nicht seineRückkehr ans Frankreich abgewartet habe, um irgend einenSchritt in einer so wichtigen Angelegenheit zu thnn, zumalda er sie in dem Briefe, welcher die von Paris überschicktenBeweisstücke begleitete, dringend ersncht habe, sich ruhig zuverhalten. Sie führte zu ihrer Entschuldigung an, daß sie sichvon ihrem ungesäumten Anregen der Sache einen günstigenEinfluß auf die Angelegenheit ihres Vetters Lord Glenvarlochversprochen habe; aber sie gestand nicht, wie sehr sie dazu