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„Schwerenoth!" rief der Goldschmied ungeduldig; — „Ihrkönnt einen Heiligen zum Fluchen bringen. Wisset, wenndies Papier, dessen Verlust Ihr so leicht zu nehmen scheint,sich nicht wiederfindet, — dann lebe wohl, schöne HerrschaftGlenvarloch, dann lebe wohl, Wald und Wasser, See undStrom, Wies und Feld nnd Alles, was beim Hause Olifanntgewesen ist seit den Tagen Wilhelms des Löwen!"
„Lebe wohl," wiederholte Nigel — „nnd damit hat diesKlaglied ein Ende."
„Alle Teufel! edler Herr, Ihr werdet das Klaglied nochlange singen, ehe Ihr sterbt," rief Herivt in demselben Tonezorniger Ungeduld.
„Nein, alter Freund," erwiderte Nigel. „Wenn ich Etwasbeklage, Meister Heriot, so wird es sein, das; ich die guteMeinung eines würdigen Mannes verloren, und zwar unver-dienter Weise verloren habe."
„Ei, ei, junger Mann," sprach Heriot kopfschüttelnd,„macht, daß ich das glaube, wenn Ihr cs vermögt. Alsokurz," fuhr er fort, von dem Stuhle anfstehend und auf dasKamin zngehend, — „kurz, denn unsere Sachen stehen jetztans dem äußersten Punkte, eben so leicht könnt Ihr michglauben machen, diese Maske hier, an welche ich die Handväterlicher Gewalt lege, sei ein französischer Page, der keinEnglisch verstehe."
Mit diesen Worten faßte er den Mantel des vorgeblichenPagen, und führte mit sanfter Gemalt die verkleidete Schönein die Mitte des Zimmers. Sie suchte ihr Gesicht zn verhül-len, erst mit dem Mantel, dann mit den Händen. BeiderleiSchirm entfernte Meister Heriot ohne viele Complimente undstellte zur Schau die Tochter des alten Zeitmessers, seinePathin Margarethe Ramsay.