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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
Seite
87
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Endlich wurde abgeränmt und Lord Glenvarloch besannsich eben auf einen ungezwungenen Uebergang des Gesprächsans den angcdenteten Gegenstand, als der Gefangenwärtereinen Besuch anzeigte.

So?" sprach Nigel etwas ärgerlich.Ich finde, selbstdas Gefängnifi bewahrt Einen nicht vor zudringlichen Be-suchen."

Er machte sich indes; bereit, seinen Besucher zu empfangen.Seine Gesellschafterin ihrerseits eilte zu dem großen Stuhleam Kamine, auf welchem sie vorher gesessen hatte, wickeltesich in ihren Mantel und setzte sich so, daß sie so wenig wiemöglich in die Angen fiel. Kaum hatte sie diese Maßregelngenommen, als die Thür ansging und der ehrsame BürgerGeorg Heriot in das Gefängniß trat.

Der Goldschmied warf seinen gewöhnlichen scharfen, leb-haften Blick in dem Gemache umher, und sprach, indem erauf Nigeln zuging:Edler Herr, ich wünschte, ich könnte sa-gen, ich schätze mich glücklich, Euch zu sehen."

Der Anblick Unglücklicher bringt selten ihren FreundenGlück, Meister Heriot. Ich jedoch freue mich, Euch zu sehen."

Mit diesen Worten reichte er dem Goldschmiede die Hand.Dieser aber, anstatt die angebotene Hand anzunehmen, welchein jener Zeit des sorgfältig beobachteten Rangnntcrschiedeseine ausgezeichnete Herablassung bezeichnete, verbeugte sich mitförmlicher Höflichkeit.

Ihr seid unzufrieden mit mir, Meister Heriot," sprachLord Glenvarloch erröthend, denn er ließ sich durch den Scheinvon Ehrerbietung, den der ehrsame Bürger annahm, nichttäuschen.

Keineswegs, gnädiger Herr," erwiderte Heriot,aber ichbin in Frankreich gewesen und habe neben andern, stoffhaltige-