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grünen Baumganges kam, und da sah ich einen Edelhirsch,der ins Netz gefallen mar, und mich bauchte, es sei der Hirsch,den die Jäger verfolgten, und ich besorgte, wenn sie heran-kämen, würden die Hunde ihn in Stücke reißen, oder die Jä-ger ihm die Kehle abschneiden. Und mich dauerte der herr-liche Hirsch, und obwohl ich mich vor ihm als einem mirfremdartigen Wesen scheute, gedachte ich doch, Etwas zur Ret-tung eines so schönen Geschöpfes zu wagen. Also zog ich meinMesser heraus und begann die Maschen des Netzes zu zerschnei-den. Da fuhr das Thier in die Höhe in Gestalt eines Tigers,großer und wilder, als irgend einer dort unten im Zwinger,und wollte mich eben zerreißen, — da wecktet Ihr mich auf."
„Ich denke," sprach Nigel, „ich verdiene mehr Dank, alsich geerntet habe dafür, daß ich dich aus solcher Gefahr be-freit habe, indem ich dich aufweckte. Uebrigens sehe ich nichtrin, was dies Mährchen von einem Hirsch und einem Tigermit der Veränderung deiner Stimmung gegen mich zu schaf-fen hat."
„Ich weiß nicht, ob es damit zu schaffen hat oder nicht,"erwiderte der Kleine. „Aber ich will Euch nicht sagen, werich bin."
„So, du ärgerlicher Junge, du willst dein Geheimniß fürdich behalten?" sprach Nigel und wandte sich von ihm ab,um wieder auf und nieder zu gehen. Plötzlich stand er stillund sagte: „Ihr sollt mir nicht davonkommen, ohne zu er-fahren, daß ich Eure Heimlichkeit durchdringe."
„Mein Geheimniß?" rief der junge Mensch erschrocken undgereizt. „Was meint Ihr, edler Herr?"
„Ich meine, daß ich Euren Traum deuten kann, ohne Hülfeeines chaldäischcn Auslegers, das heißt: daß meine schöneGesellschafterin nicht die Kleider ihres Geschlechtes tragt."