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Christie nicht anhören. „Ihr selbst gebt zu," rief er, „daßIhr im Scherz über Euch habt lügen lassen. Wie kann ichwissen, ob Ihr die Wahrheit jetzt redet, wo Ihr ernst thnt?Ihr habt es meines Erachtens für eine hübsche Sache gehalten,im Rufe der Entehrung einer ehrlichen Familie zu stehen. Mußnicht Jedermann denken, daß Ihr Grund hattet für Eure nie-derträchtige Prahlerei? Ich wenigstens kann nicht anders. Alsohört, edler Herr, was ich Euch sage. Ihr seid jetzt selber inNoth. So wahr Ihr hofft, ans derselben ohne Verlust EuresLebens und Vermögens'heranszukommcn, sagt mir, wo dasunglückliche Weib ist. Sagt.es mir, wofern Ihr auf den Him-mel hofft, sagt es mir, wofern Ihr die Hölle fürchtet; sagt esmir, wofern Ihr nicht von dem Fluch eines zu Grunde gerich-teten Weibes und eines Mannes, dem das Herz bricht, EuerLeben laug verfolgt sein, und an dem großen Tage nach demTode erreicht werden wollt. Ihr seid erschüttert, edler Herr;ich sehe es. Ich kann das Unrecht, so Ihr mir gcthan habt,nicht vergessen. Ich kann selbst nicht versprechen, es zu ver-geben; — aber sagt es mir, und Ihr sollt mich nie mehrsehen und nie mehr meine Vorwürfe hören."
„Unglücklicher Mann!" rief Lord Glenvarloch; „Ihr habtmehr gesagt, als genug ist, um mich zu erschüttern. Wäreich frei, so würde ich Alles aufbietcn, um Euch zu unterstützenin Euren Nachforschungen nach dem, der Euch Unrecht ange-than hat, um so mehr, da ich vermnthe, daß mein Aufent-halt in Eurem Hanse den entfernten Anlaß gegeben hat, denVerderber in die Hürden zu bringen."
„Es ist mir lieb, daß Ew. Herrlichkeit mir so viel zugibt,"erwiderte Christie, der wieder den Ton bitterer Ironie annahm.„Ich will Euch mit ferneren Vorwürfen und Vorstellungenverschonen. Ihr seid gefaßt und ich bin es auch. — He! War-