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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
Seite
79
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sage, das; ich es so wenig oder vielleicht noch weniger weiß,als Ihr selber? Bis zu dieser Stunde habe ich nie von einerMißhelligkeit zwischen Eurer Frau und Euch gehört."

Das ist eine Lüge," plahte Hans Christie heraus.

Wie, gemeiner Schuft!" rief Lord Glenvarloch,läßt dudich durch meine Lage zur Frechheit verleiten? Wenn ichdich nicht für verrückt hielte, vielleicht in Folge erlittenenUnrechtes, sollte meine Wehrlosigkeit dich nicht schützen; ichwürde dir den Kopf an der Wand zerschmettern."

O," versetzte Christie,spielt nur recht den Eisenfresser.Ihr seid in de» Speisehäuseru gewesen und im Elsaß, undhabt die Gauner-Redensarten gelernt. Aber ich wiederhole,Ihr habt die Unwahrheit gesprochen, da Ihr sagtet, Ihr wüß-tet Nichts von meines Weibes Falschheit. Denn Eure lusti-gen Gesellen haben Euch damit aufgezogen, es war eingewöhnlicher Spaß unter euch, und Eure Herrlichkeit hatden Ruhm gelten lassen, den sie Euch für Eure Galanterieund Eure Dankbarkeit beilegten."

In diesem Vorwurfe lag etwas Wahres, das den Frciherrnaus der Fassung brachte., Als Ehrenmann konnte er nichtleugnen, daß Lord Dalgarno und Andere gelegentlich mit ihmüber Frau Lenchen gescherzt hatten, und daß, obwohl er nichtgeradezu den lünlÄron cles vires qu'il n'avsit pss °*) gespielt,er sich wenigstens nicht genugsam beeifert hatte, sich von demVerdachte eines solchen Verbrechens vor Leuten zu reinigen, diees als etwas Verdienstliches betrachteten. Er sprach darum ineinem zögernden und mildernden Tone, als er zugab, daß einfältigeSpäße der Art, wiewohl ohne den geringsten Grund der Wahr-heit, vorgekommen seien. Eine weitere Rechtfertigung wollte Hans

Prahler mit Lastern, die er nicht hatte.