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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
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daß ein Sprichwort lauten sollte: Wie Hans Christie denBuhlen seines Weibes durchgewalkt hat."

Ich begreife Eure Unverschämtheit nicht," sprach Nigel,aber ich verzeihe sic, weil Ihr in einer sonderbaren Täuschungbefangen seid. So weit ich Eure Beschuldigung verstehe, istsie von meiner Seite ganz unverdient. Ihr scheint mir dieVerführung Eures Weibes beizumessen; ich hoffe, sie istunschuldig. Für mich wenigstens ist sie so unschuldig wie einEngel im Himmel. Ich habe nie an sie gedacht, nie ihre Handoder Wange anders berührt, als in ehrenhafter Höflichkeit."

Ja wohl, Höflichkeit! das ist das rechte Wort. Sie hatimmer Ew. Herrlichkeit ehrenhafte Höflichkeit gelobt. Ihr habtBeide mich berückt mit Eurer Höflichkeit. Edler Herr! Ihrwißt, Ihr seid nicht als ein reicher Mann zu uns gekommen.Nicht ans Gewinnsucht habe ich Euch und Euren großmäuli-gen Knappen Don Diego unter mein bescheidenes Dach ausge-nommen. Es war mir gleichgültig, ob das Stübchen vermie-thct war oder nicht; ich konnte doch leben. Wenn Ihr esnicht hättet bezahlen können, würde man Euch nichts abgefor-dert haben. Die ganze Lände weiß, daß Hans Christie Mittelund Neigung hat, einen Liebesdienst zu erweisen. Als Ihrzuerst über meine ehrliche Schwelle tratet, war ich so glücklick,wie ein Mann sein kann, der nickt jung ist und Rheumatis-men hat. Leuchen war das liebste und bestgelannte Weib.Dann und wann gab es wohl einen Wortwechsel über einKleid oder ein Band; aber im Ganzen mar sie so seelengutund so sorgsam, bis Ihr kämet! Und was ist sie jetzt? Aberich will nicht so thöricht sein zu heulen, wenn ich umhin kann.Was sie ist, darum handelt es sich nicht, sondern wo sie ist,und das muß ich von Euch.erfahren, Herr."

Wie könnt Ihr das," erwiderte Nigel,wenn ich Euch