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reichte ihm traulich die Hand. Aber der Schiffkrämcr fuhrzurück wie vor dem Blicke eines Basilisken.
„Behaltet Eure Höflichkeiten für Euch, gnädiger Herr,"erwiderte er grob. „Ich habe deren schon so viel, daß ich fürmein Lcbenlang daran genug haben werde."
„Wie, Meister Christie?" fragte Nigel erstaunt. „Was be-deutet das? Ich habe Euch doch hoffentlich nicht beleidigt?"
„Bleibt mir mit Euren Fragen vom Leibe!" rief Christie.„Ich bin ein friedlicher Mann. Ich bin nicht hieher gekom-men, um mit Euch an diesem Orte und zu dieser Zeit zustreiten. Nehmt an, daß ich genau alle Verbindlichkeitenkenne, die Ew. Herrlichkeit mir zugedacht hat, und sagt mirnur mit kurzen Worten, wo das unglückliche Weib ist. —Was habt Ihr mit ihr angefangen?"
„Was ich mit ihr angefangen habe?" fragte Glenvarloch.„Mit wem? Ich weiß nicht, was Ihr meint."
„Ja, edler Herr," versetzte Christie, „spielt nur recht denVerwunderten! Ihr merkt doch wohl, daß ich von der armenThörin spreche, die mein Weib war, bis sie Ew. HerrlichkeitBuhlin wurde."
„Euer Weib? — Hat Euer Weib Euch verlassen? — Undvon mir fordert Ihr sie zurück?"
„Ja, edler Herr," antwortete Christie mit bitterem Spotteund einem grinsenden Lächeln, welches übel zu der Entstellungseiner übrigen Züge, zu der Glnth seines Auges und zu demSchanm auf seinen Lippen paßte. „Sv sonderbar es scheinenmag, ich komme, an Ew. Herrlichkeit diese Forderung zustellen. Ohne Zweifel seid Ihr erstaunt, daß ich mir dieseMühe nehme; allein ich weiß nicht, wie das ist; geringe LeuteLenken anders als Große. Sie hat an meinem Busen gelegenund aus meinem Becher getrunken, und mag sie sein, wie sie