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Einer, mit dem ich sehr genau bekannt und vertraut bin undgewesen bin, dem ich sogar seiner Zeit manchen Dienst erwiesenhabe, und wenn ich am Leben bleibe, erweisen werde. Ichhabe es ernstlich gut mit ihm gemeint, und ich glaube, er hatmich sehr vermisst, seitdem wir von einander sind; aber derFehler liegt nicht an mir. Da nun dieser Brief Euch nichtsbei Dem hilft, an welchen er gerichtet ist, so mögt Ihr den-ken, daß der Himmel ihn an mich gebracht hat, der ich eineganz besondere Rücksicht für den Schreiber habe. Ueberdemhabe ich so viel Barmherzigkeit und Ehrlichkeit in mir, alsein Mann brauchen kann, wenn er sich sein Brod schaffen will,und ich bin bereit, jeder nothleidenden Creatur zu helfen, diemeines Freundes Freund ist, sowohl mit Rath, wie auf son-stige Art, — vorausgesetzt, daß es mir nicht zu viel Kostenmacht, denn ich bin im fremden Lande wie ein armes Lämm-chen, das sich aus seiner Heerde verlaufen hat und immer eineFlocke von seiner Wolle in jedem verdammten südländischenDornbüsche läßt, an dem es vorbeistreift." Während er sosprach, las er zugleich, ohne um Erlaubniß zu fragen, denBrief, und als er damit zu Ende war, fuhr er fort: „Ist dasAlles, was Ihr braucht, mein Täubchen? Nichts weiter alseine sichere und anständige Wohnung und Verpflegung ansEure eigenen Kosten?"
„Nichts weiter," antwortete sie. „Wenn Ihr ein Mannund ein Christ seid, werdet Ihr mir dazu verhelfen."
„Daß ich ein Mann bin, seht Ihr," erwiderte der förm-liche Schotte, „und einen Christen darf ich mich wohl nennen,obwohl einen unwürdigen und obwohl ich wenig reine Lehregehört habe, seitdem ich hierhergekommcn bin. Hier ist Allesdurch Menschensatzungen entstellt. Hm! — Nun gut, wennIhr ein ehrlich Weib seid" (hier sah er ihr unter die Kapuze)