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nachznrusen: „Guter Meister, hört mich nur einen Augenblickan, um Gottes Barmherzigkeit willen."
„Barmherzigkeit von ihm?" fiel der Schotte ein, welcher,ohne den Rückzug seines Gegners zu beunruhigen, den Kampf-platz behauptete. „Eben so gut könnt Ihr Branntwein vonBohnenstroh, oder Milch ans einem blauen Trappfelsen er-warten. Der Mann ist toll, horntoll."
„Ich must den Brief an den Unrechten Mann gebrachthaben," sprach Martha, und bückte sich, das so übel anfgenom-mene Papier anfznheben. Der Schotte kam ihr höflich zuvor,und warf dabei, was nicht zur Etikette gehörte, einen ver-stohlenen Blick ans das Papier, so daß er, als er es derJungfer überreichte, die Unterschrift heranslas. „Glenvarloch!"rief er betroffen. „Nigel Olifannt von Glenvarloch! KenntIhr den Lord Glenvarloch, Madame?"
„Ich weiß nicht, von wem Ihr sprecht," antwortete" - Jungfer Martha. „Ich habe das Papier von einem gewissenMeister Nigel Gram bekommen."
„Nigel Grahame! Hm! Ja, ja! Ganz recht, ich hatte dasvergessen," sprach der Schotte. „Ein großer, wohlgestalteter,junger Mann, etwa von meiner Größe, mit Hellen, blauen Au-gen, wie ein Falk; angenehm im Reden, mit einem Anklangcvon der gemüthlichen nordischen Anssprache, aber nicht viel,weil er viel außer Landes gewohnt hat?"
„Das ist Alles richtig," erwiderte die Tochter des Geiz-halses; „aber was ist damit?"
„Haare von der Farbe der meinigen?"
„Die Enrigen sind rvth," bemerkte Martha.
„Still," versetzte der Schotte. „Ich wollte sage» von derFarbe der meinigen, jedoch mehr dem Kastanienbraun sich nä-hernd. Madame, ich habe den Mann richtig crrathen. Er ist