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Behörden waren damals eben nicht znr Parteilichkeit für ihreneuen Mitunterthancn geneigt, wo es sich um die damals sohäufigen Streitigkeiten zwischen den beiden stolzen Nationenhandelte, die mehr ihren mehrhundertjährigen Zwist, als ihrekürzlichc Vereinigung unter einem Könige berücksichtigten.
Jungfer Martha Trapbois hatte zu lange im Elsaß ge-wohnt, als daß der Streit, dessen Zeugin sie gewesen war, siehätte wundern oder erschrecken sollen. Sie wunderte sich nnr,daß der Zank nicht mit einer Thätlichkcit endigte, wie cs inder Freistätte gewöhnlich war. Als die Streitenden sich trenn-ten, hielt sie Meister Christien beim Eintritte in seinen Ladenaus und überreichte ihm den Brief von Lord Glenvarloch. Sieließ sich nicht einfallen, daß der eben beendigte Wortwechseleinen tiefer» Grund haben könne, als diejenigen Zänkereien,welche sie sonst so oft angehört hatte. Wäre sie besser mitdem Leben bekannt gewesen, so würde sie mit ihrem Briefegewartet haben, bis die Hitze des Krämers sich gelegt hatte.Sie hatte ihre Eile zu bereuen. Christie begnügte sich, dieUnterschrift des Briefes anznschen, warf ihn znr Erde, tratihn verächtlich mit Füßen und ging, ohne der Ueberbringerinein Wort weiter zu sagen, als einen Fluch, der mit seinemehrbaren Aeußercn nicht zusammenstimmte, zurück in seinenLaden und machte die Halbthüre zu.
Mit nnanssprcchlichem Schmerze sah das verlassene, freund-lose Weib seine einzige Hoffnung auf Hülfe und Schutz aufeinmal schwinden, ohne daß es die Ursache begreifen konnte.Der Gedanke, daß ihr Freund, den sie unter dem Namen Ni-gel Grahame kannte, sie getäuscht habe, kam ihr nicht in denSinn, obwohl derselbe sehr nahe lag. So wenig es sich auchmit ihrer Gemüthsart vertrug, sich zu Bitten herabzulasscn,so konnte sie sich doch nicht enthalten, dem zornigen Krämer