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Trübsal und um Rache wider die Bösewichtcr, die sie zurWaise gemacht hatte». Ein leiseres und kürzeres Gebet em-pfahl dem Himmel die Seele des Getakteten und erflehteVergebung seiner Sünden kraft des großen christlichen Sühn-opfers.
Nach Erfüllung dieser Pflicht der Frömmigkeit bedeutetesie Nigcln, ihr zu helfen. Sie schoben die schwere Bettstellebei Seite und erblickten die bezeichnet Mesflngplatte. Marthadrückte ans die Feder, die Platte sprang in die Hohe, und daSSchlüsselloch kam zum Vorschein nebst einem starken eisernenRinge. Sie faßte diesen und hob die Fallthnr ans. Das vonihr bezeichnet Kästchen stand in der Vertiefung, aber es hatteein solches Gewicht, daß Nigel, obwohl ein starker Mann, esschwerlich allein hätte herausheben können.
Nachdem sie Alles wieder in den vorigen Stand gesetzthatten, hob Nigel mit Hülfe seiner Begleiterin die Last aufund trug sie in das anstoßende Zimmer, wo der bisherige Ei-genthümer lag, unempfindlich gegen Laute und Bewegungen,die seinen letzten langen Schlaf hätten unterbrechen müssen,wenn irgend Etwas es vermocht hätte. Martha machte Halt,ging zu dem Leichnam hin und hatte sogar den Mnth, dieHülle von seinem Gesicht wegznnehmen. Sie legte ihre Handan sein Herz; aber es schlug nicht mehr. Sie hielt ihm eineFeder an den Mund, aber dieselbe blieb unbeweglich. Endlichküßte sie ehrfurchtsvoll die geschwollenen Adern auf der blei-chen Stirn und die magere Hand.
„Ich wollte, Ihr könntet mich hören!" sprach sie. „Vater,ich wollte, Ihr könntet meinen Schwur hören, daß ich das,was Euch das Liebste ans Erden war, nur darum rette, umdamit Rache für Euren Tod zu erlangen !"
Sie zog die Hülle wieder über das Gesicht, ergriff wieder