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12 (1851) Nigels Schicksale
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Ihr mit mir gehen?" rief Lord Glenvarloch.

Ja," antwortete sie.Ich will meinen Vater überreden,diese Mördergrube zn verlassen." Während sie so sprach, kamsie wieder znm Bewußtsein des Borgcfallenen. Sie verbargihr Gesicht in ihren Händen und brach in heftiges Schluchzen,Wimmern und Jammer» ans, welches mit heftigen, ihrer Lei-bes- und Scelcnstärke entsprechenden Krämpfen endigte.

Lord Glenvarloch, ergriffen, verwirrt und unerfahren, wollteWeggehen, um ärztlichen oder wenigstens weiblichen Beistandzn holen. Aber die Leidende, bei welcher der heftigste Anfalleben vorüber war, hielt ihn mit der einen Hand am Armzurück, während sie mit der andern ihre Angen bedeckte, ausdenen ein Thräncnstrom, ihr gepreßtes Herz erleichternd, her-vorbrach.

Verlaßt mich nicht," sprach sie;verlaßt mich nicht undruft Niemand. So bin ich in meinem Leben noch nicht ge-wesen, und ich würde auch jetzt nicht so sein wenn wenner nicht mich geliebt hätte, er der sonst keinen Menschen liebte.So zn sterben und von solchen Händen!" Bei diesen Wor-ten hatte sie sich wieder aufrecht gesetzt und wischte ihre Au-gen mit der Schürze ab. Am Schluß derselben brach sieabermals in Schluchzen und Jammern aus, bis sie endlichallmählig wieder ihre gewöhnliche ruhige Fassung bekam und,dieselbe mit einem festen Entschluß behauptend, die Wiederkehrder Krämpfe unterdrückte, wie zuweilen Epileptische die An-fälle ihrer Krankheit durch eine innere Anstrengung anfhalten.Jndeß vermochte ihre geistige Kraft nicht völlig die Erregungihrer Nerven zu beschwichtigen. Sie wurde wiederholt voneinem heftigen Zittern befallen, welches Minuten lang dauerteund ihren ganzen Körper auf eine schreckliche Weise schüttelte.Nigel vergaß seine eigne Lage und alles Andere über der Theil-