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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
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die Tobten mit gläsernen Augen an, glitten ans auf dem mitBlut iiberströmten Boden, mäßigten ihre lauten Zänkerstim-men znm Flüstern, fühlten ihren trunkenen Muth abgekühlt,während ihr Gehirn durch die starken Getränke benebelt blieb,und glichen so in allen Stücken Schlafwandlern. Nur deralte Hildebrvd machte eine Ausnahme. Dies lebendige Fastwar allezeit bewegungsfähig, sobald eine hinreichende Ursachevorhanden war. Der Anblick schien einen starken Eindruck aufihn zu machen, und sein Verfahren hatte mehr Regelmäßig-keit und Gemessenheit, als man sonst von ihm erwarten durfte.Zuerst vernahm er die Tochter, welche mit bewunderungswür-diger Genauigkeit folgende Angaben machte. Sie sei durchein Getümmel in ihres Vaters Zimmer anfgeschreckt worden,während sie, über seinen Gesundheitszustand beunruhigt, ge-wacht habe. Sic sei hineingeeilt und habe gesehen, wie ihrVater unter den Händen zweier Männer zusammcngesnnkensei. Sie sei wüthend auf dieselben losgestürzt. Die Männerseien verkleidet und ihre Gesichter geschwärzt gewesen, und cssei ihr unmöglich gewesen, in einem Zustande so schrecklicherAufregung einen derselben zu erkennen. Sie wisse sich übri-gens Nichts weiter zu erinnern, als daß Schüsse gefallenseien, daß sie sich nachher mit ihrem Miethsmanne allein ge-sehen und gefunden habe, daß die Bösewichter entkommenseien.

Lord Glenvarloch erzählte die Geschichte, wie wir sie demLeser mitgetheilt haben. Nachdem Hildebrod die Anssagenvernommen hatte, untersuchte er die Oertlichkeit. Er fand,daß die Uebelthäter durch das Fenster gekommen waren, durchwelches der Ueberlebende entsprungen war. Räthselhaft wares, wie dies zugegangen sei, da der alte Trapbois jeden Abendseine Fenster mit starken Eisenstangen zu verwahren pflegte.