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Für Nigel, der an solche Anstritte nicht gewöhnt war,mußte es eine widerwärtige Lage sein, bei den Leichen zweierMenschen zn verweilen, die vor weniger als einer halbenStunde noch gelebt hatten und eines gewaltsamen Todes ge-storben waren — der Eine von Mördcrhand, der Andere, des-sen Blut noch immer ans einer Halswunde strömte, durchseine, des Zeugen, tödtliche Waffe. Er wandte sich mit Wi-derwillen und nicht ohne abergläubische Regungen von diesemAnblicke weg; aber er fand, daß der Gedanke an diese grau-sigen Erscheinungen, wenn er sie nicht sah, unheimlicher war,als wenn er seine Blicke ans sie richtete, und den Tobten indie starrenden Angen sah. Die Einbildungskraft trieb ihrSpiel mit ihm. Bald war es ihm, als höre er den abgetra-genen damastenen Schlafrock des Wucherers rauschen, baldglaubte er eine Bewegung des Beines von dem Erschossenenzn vernehmen und den Stiefel über den Fußboden schlürfenzu hören, als wolle der Mensch sich aufrichten ; bald wolltecs ihm bedünken, als machten sich die Tritte und das Flüsterndes Entflohenen bemerkbar unter dem Fenster, zn welchem erhinansgesprnngen war. Um diesem letzteren, minder phan-tastischen Schrecken Trotz zn bieten und den anderen auszu-weichen, trat er an's Fenster. Hier bemerkte er zu seinemTröste das Licht mehrer Fackeln in der Straße, und das Blin-ken von Handbüchsen und Hellebarden in den Händen einesTrupps, mit welchem Hildcbrod sich näherte, — nicht in sei-ner phantastischen Eigenschaft als Herzog, sondern in seinerwirklichen als Vogt von Whitefriars, — um die Umstände desVerbrechens zu ermitteln.
Es war ein eigner, nicht eben erbaulicher Anblick, diesein ihrem mitternächtlichen Saufgelage gestörten Schwelger beiden Leichen ankommen zn sehen. Sie starrten einander und