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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
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Vater, der etwas taub und ganz von dem Gedanken an seinenSchatz erfüllt war, ihre leisen Worte vernehmen konnte.Heute Nacht will ich ihn scharf beobachten. Schlaft wohl!"

Die letzten Worte, in einem höflicheren Tone gesprochen,als sie bisher gegen den Miethsmann angenommen hatte, ent-hielten einen Wunsch, der nicht in Erfüllung gehen sollte, ob-wohl Nigel nach ihrem Weggange sich augenblicklich zu Bettelegte. Die gelesenen Geschichten und der Austritt mit Trap-bois und seiner Tochter hatten das Blut des jungen Mannesin fieberhafte Wallung gebracht, und machten es ihm unmög-lich zu schlafen. Wirre, unerfreuliche Gedanken gingen ihmdurch den Kopf wie ein trüber Strom. Je mehr-er sich be-mühte, sich einznlullen, desto weniger wollte es ihm gelingen.Er versuchte alle in einem solchen Falle üblichen Mittel.Er zahlte von Eins bis Tausend , bis es ihm wirr im Kopfeward. Er betrachtete die Glntasche des Holzfeuers, bis seineAugen geblendet waren. Er horchte auf das einförmige Sau-sen des Windes, ans das Drehen und Knarren der Schildervor den Häusern und ans das Winseln heimathloser Hunde,bis ihm die Ohren wehe thaten.

Mitten in dieser Eintönigkeit ließ sich ein Laut vernehmen,der ihn aufschreckte. Es war ein weiblicher Schrei. Er setztesich auf, um zu horchen. Er besann sich, daß er sich im Elsaßbefand, wo Zank und Streit zu Hause waren. Aber einzweiter und unmittelbar darauf ein dritter und vierter Schreiklang ihm, obwohl halb erstickt, doch so deutlich und nahe,daß er nicht zweifelte, er komme aus dem Hause, in welchemer sich befand.

Nigel sprang ans dem Bette, legte einen Tbeil seinerKleider an, ergriff Degen und Pistolen und eilte nach derThür. Als er sie geöffnet, hörte er deutlich, wie die Heftigkeit