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Nigel nahm das Buch und wies den Wein nicht zurück,erwägend, daß ein Paar Gläser kein übles Intermezzo seinerStudien bilden würden, zumal da er den Sect wirklich gutfand. Er entließ die Alte mit Dank und Zusicherung eineBelohnung, machte sein Feuer und seine Lichter in die Reiheund schob den bequemsten unter den alten Sesseln zwischendas Feuer und den Tisch, an welchem er gespeiset hatte, undauf welchem jetzt der Wein und die Lichter standen. Nachdemer es sich also so behaglich wie möglich gemacht hatte, beganner, den einzigen Band zu studiren, welchen die herzoglicheBibliothek im Elsaß ihm hatte liefern können.
Der Inhalt des Buches war unterhaltend, aber nicht ge-eignet, ihn in seiner unheimlichen Umgebung aufzuhcitern. DerTitel lautete: „Gottes Rache wider Mord" — nicht, wie derhibliomanische Leser vcrmuthen könnte, das Werk, welchesReynolds unter diesem Titel herausgegeben hat, sondern einviel älteres, gedruckt und zu haben bei Wolfe, wovon einExemplar, wenn es jetzt aufzutreiben wäre, mit Gold ausge-wogen werden würde*).
Nigel hatte bald genug an den trübseligen Geschichten,welche das Buch enthielt, und versuchte einige andere Arten,die Zeit zu tödten. Er sah zum Fenster hinaus, aber derAbend war regnerisch und stürmisch. Er suchte das Feuer zuschüren, aber das Reisig war grün und rauchte, ohne zu brennen.Da er mäßig war, so fühlte er sich durch den Sect gewärmtund verzichtete auf den Zeitvertreib am Kamin. Er versuchtesodann, eine Schrift an den König aufzusetzen, um diesem seine
*) Man weiß nur von drei Exemplaren, die noch davon übrig sind:eins in der Bibliothek zu Kennaquhair und zwei lwovon eins dcfcct, dasandere co»iplctt> i»> Besitze eines angesehenen Mitgliedes des NoxbnrgherClubbs. — Anmerk. vom Hauptinan n Clutterbuck.