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durch große Büchersälc geschlendert, und hatte manche Stundein denselben zngebracht, ohne in dem gelehrten Inhalte der-selben hernmzustören. Jetzt mar er in einer Lage, wo einBuch, selbst von geringem Werthc, ein wahrer Schatz ist.Eben war er auf diesen Gedanken gekommen, als die Altezuriickkam und Reisig brachte nebst etlichen Wachsstumpfen,vermuthlich erlaubten oder angemaßten Accidentien eines ge-wandten Kammerdieners. Zwei dieser Stumpfen steckte sie aufzwei große messingene Leuchter von verschiedener Gestalt; dieübrigen legte sie ans den Tisch als Nachschub. Nigel äußerteden Wunsch nach einem Buche, um sich den Abend hindurchdie Zeit zu vertreiben. Sie hörte ihn aufmerksam an underwiderte, sie wisse im Hause von keinem andern Buche, alsvon der Bibel der jungen Mamsell (so nannte sie immer dieJungfer Martha Trapbvis), welche aber die Eigenthümerinnicht verleihen werde, — und von dem Wetzstein des Witzesihres Herrn, d. h. dem zweiten Theile der Arithmetik, ent-haltend Algebra und die Gleichungsregeln von Robert Record.Nigel verzichtete ans den vielversprechenden Wetzstein. DieAlte erbot sich, ihm einige Bücher vom Herzog Hildebrod zuschaffen, als welcher zuweilen einen Blick in ein Buch werfe,wenn ihm die Staatsangelegenheiten vom Elsaß Zeit dazuließen.
Nigel nahm diesen Vorschlag an, und die unermüdlicheIris watschelte fort, seinen zweiten Auftrag ausznrichten. Baldkam sie zurück mit einem zerfetzten Quartanten unter demArme und einer Flasche Sect in der Hand. Denn der Herzog,erwägend, daß bloßes Lesen ein trockenes Geschäft sei, hatte denWein mitgegeben, gleichsam als Sauce, damit das Lesen glattereingehe, und dabei nicht vergessen, die Morgenzeche mit an-zurechnen, die er selber bei seinem Besuche veranlaßt hatte.
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