„Guten Morgen, edler Herr," begann das schmierige Faß,sein eines Auge anfreißend und es mit einem eigenen Ausdruckevertraulicher Unverschämtheit auf Nigeln richtend, während seingrimmiger Bullenbeißer dicht hinter ihm eine halbverhungerteKatze, das einzige von uns noch nickt erwähnte lebende We-sen in Trapbois Hanse, anknurrte. Die Katze hatte sich aufNigels Betthimmel geflüchtet und schien da mit gesträubtemHaare und aufgehobener Pfote den Gruß des Hundes eben sofreundlich anfznnehmen, wie Nigel den seines Herrn.
„Ruhig, Belz! Verdammtes Vieh, ruhig!" rief HerzogHildebrod. „Vieh und Narren sind naseweis, edler Freiherr."
„Ich dächte, mein Herr," versetzte Nigel mit so viel stol-zem Nachdruck, als sich mit der Entfernung vertrug, die erzwischen sich und dem Angei edeten behaupten wollte, „ich dächte,ich hätte Euch gesagt, daß ich gegenwärtig Meister Nigel Gra-hame heiße."
Die Durchlaucht von Whitefriars brach in ein lautes un-verschämtes Lachen ans, indem sie immer wiederholte: „NiggleGrün — Niggle Grün!" bis sie vor Lachen nicht mehr konnte.Nachdem er sich satt gelacht, sprach der Herzog: „Wenn Ihrschreit, ehe Ihr getroffen seid, so könnt Ihr keinen Groschen-krug Malvasier in Ruhe trinken, hochedler Herr. Ihr hättetmir Euer Geheimnis; so eben verrathen, wenn ich es nichtschon vorher errathe» gehabt hätte. Eh, Meister Nigel! dadies das rechte Wort ist, — ich habe Euch blvs darum Frei-herr genannt, weil wir Euch vergangene Nacht zum Standcs-herrn vom Elsaß gemackt haben, als der Sect seine Herrschaftübte. Was sagt Ihr jetzt? Ha! ha! ha!"
Nigel sah, daß er sich wirklich unbedachtsamer Weise ver-ratheu hatte, und beeilte sich zu erwidern, daß er sehr dankbarsei für die ihm erlheilte Würde, daß er aber nicht lange